Öffnung gefordert
14 Tourismusverbände und 70 Betriebe wenden sich an Regierung

Die Tourismusverbände fordern die Öffnung ihrer Betriebe.
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  • Die Tourismusverbände fordern die Öffnung ihrer Betriebe.
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Tourismusverbände und Unternehmer fordern in offenem Brief an die Regierung die Öffnung der Betriebe.

TIROL (jos). In einem offenen Brief an die Bundesregierung fordern die Touristiker bestehend aus Tiroler Tourismusverbänden und Unternehmern eine verbindliche Zusage für die Öffnung der Unterkunftsbetriebe. Rückendeckung erhalten die Initiatoren von zahlreichen Interessensvertretungen und Organisationen.
"Die Lage im heimischen Tourismus ist angespannt. Rund neuneinhalb Monate waren die Unterkunfts- und Gastbetriebe seit Beginn der Pandemie im Lockdown. Ganze 20 Monate waren es bei Unternehmen, die ausschließlich auf Winterbetrieb ausgerichtet sind. Während für den Handel die Öffnung mit 13. Dezember bereits beschlossen scheint, tappt der Tourismus weiter im Dunkeln ob bzw. wann die Gäste wieder kommen dürfen", heißt es im Brief.

14 Tiroler Tourismusregionen und 70 Leitbetriebe wenden sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung.
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  • Foto: Johanna Schweinester (Screenshot)
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"Gemeinsam die Stimme erheben"

"Die Regionen Alpbachtal, Wildschönau, Hohe Salve, Kufsteinerland, Brixental, Kitzbühel, St. Johann, Wilder Kaiser und PillerseeTal, St. Anton, Achensee, Ischgl, Ötztal, Stubaital und Seefeld mit ihren 70 Leitbetrieben befürchten massive  Folgen, sollte der Lockdown in der Hotelerie weiter andauern", so die Initiatoren weiter.
Zusätzliche Rückendeckung gibt es von den Interessensvertretern und Organisationen auf Landes und Bundesebene - wie etwa dem Bund Österreichischer Tourismus Manager. „Es ist einfach an der Zeit dass wir gemeinsam für die Zukunft unserer Branche die Stimme erheben, denn es geht um weitaus mehr, als nur die direkten Verluste aus den fehlenden Nächtigungen“, so die Initiatoren des Schreibens.

Die Verbände und Betriebe zeigen sich bereit, die Corona-Maßnahmen noch einmal nachzuschärfen.
  • Die Verbände und Betriebe zeigen sich bereit, die Corona-Maßnahmen noch einmal nachzuschärfen.
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"Folgen sind gravierend"

Trotz Verlustersatz kämpfen die Tourismusbetriebe, Organisationen und Leistungsträger mit der wirtschaftlichen Situation. Viel gravierender noch als die direkten Auswirkungen, fürchten die Akteure die mittel- und langfristigen Auswirkungen. „Schon jetzt kämpfen wir mit einem massiven Mangel an Personal. Bereits im letzten Lockdown mussten wir eine starke Abwanderung der Fachkräfte in andere Branchen oder Destinationen hinnehmen - dieser Effekt potenziert sich gerade“, so die Vertreter der Tourismusregionen unisono.
Gleiches gilt für die Gäste, die bereits im vergangenen Winter auf lang im voraus gebuchte Winterferien verzichten mussten oder auf andere Destinationen, wie etwa die Schweiz, ausgewichen sind. „Das Schweizer Modell hat im vergangenen Jahr gezeigt, dass Wintertourismus möglich und sicher ist. Wir verlieren zunehmend unsere Glaubwürdigkeit, verlieren (Stamm)-Gäste und erleiden einem massiven Imageverlust und das, obwohl wir in Puncto Sicherheitsmaßnahmen unsere Hausaufgaben gemacht haben“, so der Tenor der Touristiker.

Tourismus ist systemrelevant

In weiten Bereichen des Landes hängt die gesamte wirtschaftliche Kraft am Übernachtungstourismus. Die Skiliftgesellschaften mussten im vergangenen Winter bereits einen Umsatzrückgang von bis zu 97 Prozent hinnehmen. „Geöffnete Beherbergungsbetriebe sind auch für unsere Skilifte essentiell und überlebensnotwendig“, so der Hilferuf der Touristiker.
Die Auswirkungen ziehen jedoch weitaus größere Kreise, denn neben den direkt betroffenen Leistungsträgern im Tourismus, hängen auch Handel, Handwerk, Zulieferer und nicht zuletzt der gesamte Dienstleistungssektor und somit eine  hohe Zahl an Arbeitsplätzen direkt oder indirekt von den internationalen Gästen ab.

Chancengleichheit gefordert

Während der Handel bereits die Zusage für eine Öffnung und damit die Hoffnung auf ein gutes Weihnachtsgeschäft bereits in der Tasche hat, sehen sich die Touristiker von ihren gesetzlichen Interessenvertretungen im Stich gelassen. Die Sicherheitsmaßnahmen in den Unterkünften haben gezeigt, dass die Beherbergungsbetriebe nicht zu den virusverbreitenden Branchen zählen. Einer Nachschärfung der Maßnahmen mit 2G plus, regelmäßigen Tests, Mindestabständen, FFP2-Pflicht bis hin zum Contact-Tracing stehen die Vertreter der Tourismusregionen nicht nur offen gegenüber, sondern würden diese sogar begrüßen. „Wir sind Willens, unseren Teil für eine starke Tourismusdestination in unserer geliebten Heimat mitzutragen und Verantwortung zu übernehmen. Wir fordern lediglich die gleiche Chance öffnen zu dürfen, so wie es in anderen Branchen bereits beschlossen ist“, so der abschließende Appell.

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