Bauern prägen das Bild des Landes

Der ÖVP-Abgeordnete Josef Edenhauser ist selbst Landwirt in Oberndorf.
  • Der ÖVP-Abgeordnete Josef Edenhauser ist selbst Landwirt in Oberndorf.
  • Foto: Foto: Bauernbund
  • hochgeladen von Birgit Peintner

TIROL/BEZIRK (bp). Über 16.000 Landwirtschaftsbetriebe, davon rund 2.200 Almen, sorgen für beste regionale Produkte und eine gepflegte Landschaft. Damit bleibt die Zahl der Höfe im Vergleich zu Restösterreich trotz leichten Rückgängen von jährlich rund zwei Prozent stabil. Steigende Betriebskosten, geringere Produktionserlöse und sinkende Einkommen zeigen die schwierige Situation der bäuerlichen Familienbetriebe auf.

Ein durchschnittlicher Hof in Österreich ist 19 Hektar groß. Ein Viertel der Tiroler Höfe ist kleiner als fünf Hektar. „Das zeigt den Unterschied zwischen Gunstlagen und Berggebieten“, sagt LA Josef Edenhauser (Oberndorf). Aber auch bei uns steigt die Zahl von flächenmäßig wachsenden Betrieben. „Unser politischer Ansatz ist die flächendeckende Bewirtschaftung. Das haben wir bisher geschafft. Einen wesentlichen Beitrag haben die stabilen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre bei den öffentlichen Leistungsabgeltungen erzielt. Wie sich die neue Finanzperiode und damit eine geänderte Förderkulisse auswirken, können wir erst nach 2015 sagen“, meint der Bauernvertreter.

„Was uns schon beschäftigt, sind die seit Jahren stark schwankenden Einkommen in der Land- und Forstwirtschaft. Ein Minus von 11 % in einem Jahr muss man erst verkraften“, so Edenhauser. Das landwirtschaftliche Einkommen ist von 13.694 € im Jahr 2011 auf 12.212 € im Jahr 2013 im Tirol-Schnitt gesunken. Bei Bergbauernbetrieben ist es noch geringer und der Anteil der öffentlichen Gelder am Betriebseinkommen übersteigt mit 106 % bereits das tatsächliche Ergebnis.

„Die Milchpreise waren in diesem Zeitraum geringer, die Betriebskosten sind enorm gestiegen“, analysiert Edenhauser und ergänzt: „Interessant ist aber, dass die Zahl der rinderhaltenden Betriebe zwar leicht gesunken ist (um 1,9 % auf 8.935 Bauernhöfe), die Zahl der Rinder aber zugenommen hat (um 0,5 % auf 179.920 Stück, davon 57.282 Milchkühe).“

Lobend erwähnt Edenhauser die Initiativen in der Vermarktung bäuerlicher Produkte. „Neben den Direktzahlungen, den Ausgleichszahlungen für die Bergbauern und die Agrarumweltprogramme ist das unser Schwerpunkt. Wir müssen am Markt einen besseren Preis erzielen. Die Agrarmarketing Tirol hat gleich mehrere neue Produkte im Vorjahr präsentiert und garantiert unter dem Qualität Tirol-Siegel bessere Preise für regionale Lebensmittel“, so Edenhauser.

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