Bergbahn AG Kitzbühel
Die "Fleck" in ganz neuem Kleid

Neue Bahn (Talstation) präsentiert: M. Leitner, H. Berger, K. Winkler, J. Burger, W. Astl, F. Wörgötter, J. Kickenweitz.
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  • Neue Bahn (Talstation) präsentiert: M. Leitner, H. Berger, K. Winkler, J. Burger, W. Astl, F. Wörgötter, J. Kickenweitz.
  • Foto: Kogler
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Die alte Fleckalmbahn ist Geschichte; neue Bahn wird um 27,5 Millionen Euro errichtet.

KIRCHBERG (niko). "Es ist soweit!, Die alte Dame hat am 14. April ausgedient. Die Fleckalmbahn wird am 15. April – nach 35 Dienstjahren, 90.000 Betriebsstunden und 30,5 Millionen Fahrgästen – abgerissen. Die neue Bahn errichten wir um 27,5 Millionen € in einer sportlichen Bauzeit von acht Monaten. Am 14. Dezember soll die neue 'Fleck' eröffnet werden", fasst Bergbahn-AG-Kitzbühel-Vorstand Josef Burger die ehrgeizigen Pläne zusammen. Dies wird die größte Einzelinvestition, die die Bergbahn bisher getätigt haben wird.
Am Ostersonntag wird um 11 Uhr Abschied an der Talstation gefeiert, die Bergbahn fährt ermäßigt.

Nach den langwierigen Verhandlungen mit 26 Grundeigentümern wurde eine Einigung ("faire Dienstbarkeitsvereinbarungen", so Burger) erzielt. Nun kann die lang ersehnte neue Bahn – eine 10er Einseilumlaufbahn Comfortline S der Fa. Leitner – gebaut werden. Diese wird windstabiler leeseitig am Hang errichtet, die Bergstation rückt rund 20 Meter westwärts und wird an die Ochsalm-Station "angedockt". Die Windanfälligkeit war bekanntlich ein großes Problem der alten Bahn. Die alte Bahntrasse wird wieder aufgeforstet.

Statt 29 wird es künftig 22 Stützen, ein reibungsarmes Seil mit großer Laufruhe, 96 statt 200 Gondeln mit hohem Komfort und viel Platz geben. Durch den Direktantrieb wird der Betrieb viel energieeffizienter, geräusch- und wartungsärmer (Energieersparnis 75.000 kW/h bei 240 Betriebstagen). Mit einer Fahrgeschwindikeit von bis zu 7 m/Sek. wird es die schnellste Bahn Österreichs (Fahrzeit statt 13,5 nun 9,7 Min.). Die Beförderungskapazität wird nur geringfügig von 2.400 auf 2.590 Personen/Stunde erhöht. Im Sommer werden die Betriebszeiten auf Anfang Juni bis Mitte Oktober ausgedeht; dazu wird es eine optimierte Bike-Beförderung geben.

Auf der Piste wird es Verbesserungen bei den oberen Fleckalmen und beim Eishang geben (keine Pistenerweiterung). Bei der Talstation kommt eine direkte Zufahrt für die Skifahrer zu den Gondeln.

"Wesentliche Verbesserungen wird es beim Verkehrssystem geben. Wir trennen öffentlichen und Individualverkehr am Parkplatz; es wird eine rückstaufreie Fahrspur geben, weiterhin werden 81 Busse täglich an- und abfahren, Reisebusse werden getrennt geleitet und geparkt.

Die neue Talstation wird auch einen Sporthop und ein Skidepot beherbergen. Die Garagierung der Gondeln erfolgt jeweils unterirdisch zur Hälfte in der Tal- und der Bergstation. Die Bergstation wird minimalistisch ausfallen, jedoch mit einer Pistendienst-Einsatzzentrale ausgestattet. Die alte Bergstation wird lt. Auflagen innerhalb von fünf Jahren abgetragen. An dieser Stelle bzw. am Ehrenbach-Speichersee könnte dann "etwas Neues" entstehen, so Burger.

"Im Fokus steht eine verantwortungsvolle Kapazitätsdimensionierung – nicht mehr, sondern besser, und keine erhöhte Verkehrsbelastung. Im Pistenbereich werden lediglich Gefahrenstellen beseitigt", so Burger.

"Wir freuen uns auf die Realisierung, diese Bahn wird das Highlight 2019 für uns", so Leitner-Vorstand Martin Leitner. "Das wird eine traumhafte Anlage und eine Bereicherung für die ganze Region", ist Standort-Bürgermeister Helmut Berger begeistert. "Durch die gute Finanzkraft der Bergbahn ist diese Riesen-Investition möglich. Und sie ist enorm wichtig, ist die 'Fleck' doch der größte Zubringer in den Skigroßraum", so AR-Vorsitzender Klaus Winkler.

Die alten Fleckalmbahn-Gondeln wurde bereits zur Gänze um 900 € brutto an Interessenten verkauft.

Fotos: Kogler, Bergbahn/Leitner (Visualisierungen)

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