"Fast keine Pessimisten mehr"

Prosit Neujahr! Die Wirtschaft stieß im KitzKongress auf erfolgreiches Jahr 2018 an.
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KITZBÜHEL/BEZIRK (niko). "Es gibt unter den Unternehmern fast keine Pessimisten mehr, wir erleben ein Stimmungs-Hoch, und das ist gut so", so Tirols WK-Präsident Jürgen Bodenseer beim Pressegespräch und beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer des Bezirks Kitzbühel. "Es herrscht ein All-Time-High beim Unternehmer-Wohlfühl-Index", so der WK-Chef. "Wnn Bundes- und Landesregierung, Kammern und Verwaltungen ihre Aufgaben richtig machen, kommen wir zurück an die Spitze. Zuletzt sind wir ja in diversen Rankings zurückgefallen, nun geht's aber wieder aufwärts. Optimistisch bin ich auch angesichts der neuen Regierung, die den Stillstand aufbrechen und hohe Belastungen und ausufernde Bürokratie zurückdrängen kann", so Bodenseer.

Beim Aufwärtstrend für die heimische Wirtschaft helfe natürlich auch die allgemein gute Konjunkturlage. Dabei gelte es auch, die "Artenvielfalt" in Tirol zu erhalten. Der Mix aus EPU, Kleinfirmen, Mittelständlern und großen Leitbetrieben ist nämlich ein Erfolgsfaktor, quer durch alle Branchen", so Bodenseer.

Fachkräftemangel

Aktuelle Herausforderungen seien der weiterhin grassierende Fachkräftemangel und die flächendeckende Digitalisierung. Dabei bricht Bodenseer eine Lanze für die Regionalität – auch bei der Kammer. "Die Pflichtmitgliedschaft abzuschaffen wäre der falsche Weg gewesen. Auch eine Zentralisierung wäre falsch, ganz im Gegenteil, die regionalen WK-Bezirksstellen sind enorm wichtig für die regionale Wirtschaft und die Betriebe."

Bildungsoffensive

In der Bezirkskammer legt man großen Wert auf den Bildungsbereich. "Wir setzen viele Initiativen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Lehre zu stärken. Das zeigt auch erste Früchte. Im Bereich Berufsorientierung wollen wir erreichen, dass bereits die Schüler der 2. Klassen der NMS im Bezirk mit Schnupperwochen in den Betrieben beginnen. Das Interesse an einer Lehre muss verstärkt werden", so WK-Bezirksobmann Klaus Lackner.
Die Stimmung in den Lehrbetrieben wird derzeit wieder besser, "Lehre mit Matura" fruchtet, die Geburtenrate steigt – Faktoren, die Lackner positiv stimmen.

Lackner betont auch die Wichtigkeit des Breitbandausbaus, auch in den peripheren Gebieten im Bezirk. "Noch geht das zu langsam, viele Betriebe klagen über Probleme, wir versuchen, hier Individuallösungen zu erreichen. Zudem ist ein Digitalisierungsbroker geplant, wobei in Zusammenarbeit mit der FH Kufstein Digitalisierungspotenziale herausgefiltert werden sollen", so der WK-Obmann.

Starke Serviceeinrichtung

Insgesamt hebt Lackner die Qualität der Kammer als Serviceeinrichtung und Kontaktstelle für die Unternehmer hervor. "2017 gab es über 2.500 Kontakte, davon 500 Gründungsberatungen, Gründerworkshops, 160 Betriebsbesuche, 50 Firmenehrungen, Beratungen und Sprechtage mit Experten und viele Veranstaltungen in Zusammenhang mit Bildung und Lehre; das WIFI bot über 100 Kurse."

Verkehrsproblem

Wie Bodenseer betont Lackner die gute Stimmung im Bezirk, auch angesichts des guten winterlichen Saisonstarts. Die Arbeitslosigkeit war zuletzt laufend rückläufig, die Zahl der offenen Stellen steigt. Ein brennendes Problem bleibt der Verkehr, vor allem in Kitzbühel und St. Johann. "Ob die Ampellösung in St. Johann die beste Lösung ist, bezweifle ich; es braucht die Verlängerung der Unterflurtrasse. Für Kitzbühel hoffe ich auf einen Spatenstich für die Umfahrung bis 2021 – zum Stadtjubiläum wäre das ein guter Zeitpunkt", so Lackner.

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