Erpfendorf
Kitz-Air in den Startlöchern

Flugunternehmer und Pilot Georg Schuster will statt des Provisoriums (hi.) einen fixen Heliport errichten.
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  • Flugunternehmer und Pilot Georg Schuster will statt des Provisoriums (hi.) einen fixen Heliport errichten.
  • Foto: ZOOM-Tirol
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Flugunternehmer will Heliport; langjährige Bemühungen; Grün-Kritik; 2020 Inbetriebnahme?

ERPFENDORF (niko). Wie berichtet will Flugunternehmer Georg Schuster, GF der Kitz-Air GmbH, in Erpfendorf (Bereich Steinbacher) einen Heliport auf knapp 4.000 m2 errichten (Start-/Landeplatz, Hangar, Büro, Tankstelle). Seit 2015 behilft sich Schuster mit einem Provisorium (Zelt).
Vor allem die Grünen übten Kritik an dem Vorhaben ("Promi-Flugtaxi", ungeeigneter Standort, Gefahren für Fußgänger/Radfahrer etc., wir berichteten). Schuster wehrte sich gegen die Kritik und informierte per Flugblatt die Bevölkerung.

Seit Jahren bemüht sich der Unternehmer um die Genehmigungen. 21 (positive) Gutachten und 21 Spiegelgutachten gibt es bisher, wofür 300.000 € an Kosten aufgelaufen sind, so Schuster. Die Pläne lagen zuletzt öffentlich in der Gemeinde Kirchdorf auf; zehn Personen informierten sich, es gab zehn Stellungnahmen dazu.
Die Umweltverträglichkeitsprüfung läuft noch. "Alle Vorgutachten zur Umweltverträglichkeit bestätigen dem Projekt Unbedenklichkeit", so Schuster. Er hofft auf einen Baustart noch heuer mit Fertigstellung 2020. "Die Baukosten werden 2,5 Millionen Euro betragen", erklärt der Unternehmer.

Schuster zum von den Grünen vorgeschlagenen Alternativstandort am Flugplatz St. Johann: "Dieser ist in privater Hand, dort wäre ebenso ein Umbau notwendig, das ist keine Alternative."

"Wenig Belastung"

"Die Belastung hält sich in Grenzen; es gibt maximal vier An- und Abflüge pro Tag (98 % davon zw. 7 und 20 Uhr, Anm.), ein Startvorgang dauert nur drei Minuten. Die Einflugschneise hinter dem Steinbacher-Gelände minimiert die Lärmbelastung. während des Baus gibt es wenig Beeinträchtigungen und nur minimale Erdbewegungsarbeiten", so Schuster.

95 % der Flugeinsätze lägen im Bereich Fracht und Versorgung, seien also technischer Natur, und würden den Bedarf an Hubschrauberleitungen in der Region abdecken, womit er der Grünen-Kritik entgegen tritt. "Wir versorgen Almen und Hütten (umweltschonender als per Lkw), sind beim Bau von Lawinenschutzbauten und Bauvorhaben im Gebirge im Einsatz und leisten Assistenzflüge für die Feuerwehr (u. a. Waldbrände), holen Lebendvieh von den Bergen", so Schuster zu den Einsätzen seiner Piloten, "unser Projekt ist in Einklang mit Mensch und Natur."

Fotos: ZOOM_Tirol

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