LEADER/Kaufkraft
Konsumenten geben gute Note für die Nahversorgung

Präsentierten den Qualitästscheck der LEADER-Regionen: Melanie Steinbacher, GF KUUSK, Birgit Pristauz, Vorstandsmitglied KUUSK, Roland Murauer, GF CIMA, Stefan Niedermoser, GF Regio3.
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  • Präsentierten den Qualitästscheck der LEADER-Regionen: Melanie Steinbacher, GF KUUSK, Birgit Pristauz, Vorstandsmitglied KUUSK, Roland Murauer, GF CIMA, Stefan Niedermoser, GF Regio3.
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Bilanz und Ausblick beim Regionalmanagement Regio3 und KUUSK.

KÖSSEN/BEZIRK (jom). Von Februar bis September 2018 wurden fast 4.000 telefonische Interviews durchgeführt und mehr als 1.500 Betriebe über ein LEADER-Projekt in der Region Regio3 (Pillerseetal, Leukental, Leogang) sowie der Region KUUSK (Kufstein und Umgebung, Untere Schranne, Kaiserwinkl) und Teilen des Brixentales analysiert.

Bei dem umfangreichen Qualitätscheck wurden die Kaufkraftströme, Raumplanung und Attraktivierung der Orts- und Stadtkerne sowie der Zustand der Nahversorgung genau unter die Lupe genommen und durchleuchtet.

Wesentliche Resultate

Nun wurden in Kössen die wesentlichen Ergebnisse der Studie von Stefan Niedermoser, GF von Regio3, Melanie Steinbacher, GF KUUSK, Birgit Pristauz, Vorstandsmitglied KUUSK, und CIMA-GF Roland Murauer präsentiert.
„Wir wollen in der Regionalentwicklung in die Zukunft schauen und gute Rahmenbedingungen für den Einzelhandel schaffen“, erklärt Niedernmoser.

Für die Untersuchung wurde die Beratungs- und Managementfirma CIMA  beauftragt, das die Interviews durchführte. Immerhin beträgt der Kostenpunkt 70.000 Euro, die zu 75 % durch Förderungen abgedeckt sind; der Rest wird auf die Gemeinden aufgeteilt.

Gute Nahversorgung


Die überwiegende Mehrheit der Lebensmittelläden in der Regio3 entspricht den Standards moderner Nahversorger. Dadurch verbleiben 93 % der gesamten Kaufkraft in der Region. „Die höchsten Kaufkrafteinbindungen konnten in St. Johann (73 %) festgestellt werden, gefolgt von Kitzbühel (57 %) und Fieberbrunn (53 %)“ so Murauer. Das gesamte Kaufkraftvolumen in der Region wird aktuell auf 205,5 Mio. Euro beziffert. St. Johann wurde als attraktivster Einkaufsstandort mit dem größten Einzugsgebiet ermittelt und Kitzbühel erwirtschaftet pro Jahr 345,3 Mio. Euro im Einzelhandel und ist somit „Umsatzspitzenreiter“. „Wir brauchen uns um die Nahversorgung keine Sorgen zu machen, ca. ¾ der befragten Konsumenten gaben eine gute Note für die Nahversorgung ab“, erklärt Murauer.

Online-Handel als starker Konkurrent


Die virtuellen Einkaufswelten sind mittlerweile der stärkste Konkurrent des heimischen Handels. „Insgesamt 15,7 Mio. Euro, insbesondere Bekleidung, Schuhe, Sportakrtikel, Bücher etc. fließen in den online-Handel“ betont Murauer.


Ausblick und Empfehlungen

Das CIMA-Team hat auf Basis der gewonnenen Marktforschungserkenntnisse eine Reihe von Vorschlägen für die Zukunft unterbreitet. Die wichtigsten Empfehlungen sind:
> verstärkte Zusammenarbeit und Abstimmung im Bereich Raumordnungspolitik der Gemeinden
> bei Handelsentwicklungen - den Ansiedlungsfokus auf den Ortskern legen
> Maßnahmen zur Ansiedlung von innovativen Handels-, Handwerks- und Dienstleistungs-start ups
> Einführung klein- und gesamtregionaler Kundenbindungsprogramme
> Professionalisierung des Orts-bzw. Stadtmarketings in den größeren Gemeinden der Region.

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