WK-Neujahrsempfang
Prosit auf's neue Wirtschaftsjahr

Prosit auf 2019 beim Empfang im K3; mittendrin LH Günther Platter, WK-Präsident Christoph Walser.
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  • Prosit auf 2019 beim Empfang im K3; mittendrin LH Günther Platter, WK-Präsident Christoph Walser.
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Postive Bilanz, zuversichtliche Vorschau beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer; Menschen 2018 geehrt.

KITZBÜHEL (niko). Im Pressegespräch und beim Neujahrsempfang der Bezirks-Wirtschaftskammer gaben der neue Tiroler WK-Präsident Christoph Walser und Bezirksobmann Klaus Lackner Rück- und Ausblicke auf erfolgreiche wirtschaftliche Zeiten und zeigten auch Problemfelder auf.

"2018 war positiv mit 3 % Wachstum, für 2019 erwarten wir 2 % Zuwächse, 6.000 neue Arbeitsplätze und steigende Exportzahlen. Positiv ist, dass die Lehrlingszahlen wieder steigen, Wermutstropfen ist und bleibt der Facharbeitermangel", so Walser. Er appelliert, sachlich und ohne Populismus an die Themen und Problemfelder wie etwa Tourismus, Verkehr, Raumordnung etc. heranzugehen. "Einseitige Blickwinkel vermitteln eine Schieflage, fehlende Perspektiven führen zu falschen Schlüssen." Der Präsident gibt auch ein klares Bekenntnis zu den WK-Bezirksstellen ab.

Im Bereich Verkehr fordert Walser von der Politik die Einbeziehung des Bezirks in die Kernzone, um Betriebe wie Egger etc. bei sektoralen Fahrverboten nicht zu benachteiligen und Schaden abzuwenden. Im Bereich Tourismus gelte es, das Bild gerade zu rücken. "Was wären wir ohne Tourismus? Wir hätten leere Täler und einen fehlenden Wirtschaftsmotor!" Kritisch sieht er Investorenmodelle, (Chalet-Dörfer etc.) die heimische Betriebe bedrohen. "Hier muss die übergeordnete Raumordnung eingreifen."

Zum Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit ("12-Stunden-Tag") meint Walser, es gebe bisher keine Beschwerden. "Wir sind keine Ausbeuter und knechten unsere Mitarbeiter nicht, denn wir wissen genau, sie sind unser größtes Kapital. Hier gibt es Panikmacher von AK- und ÖGB-Seite. Schwarze Schafe sind absolute Einzelfälle."
Bei Betriebsübergaben bzw. -übernahmen gelte es, Härten der Vorschriften abzufedern und individuelle Lösungen mit der Behörde zu finden. "Natürlich gibt es dabei oft Altlasten; wir versuchen aber, jeden Einzelfall zu prüfen und zu helfen. Brandschutz und Sicherheit müssen aber auch passen."

Probleme im Bezirk

Auch Bezirksobmann Lackner ortet "gute Stimmung und gute Auftrags- und buchungslage" im Bezirk und sieht im Fachkräftemangel das größte aktuelle Problem. "Der Schnee ist einerseits sehr gut für Handel, Tourismus, Bergbahnen, bringt durch die negativen Berichte im Ausland aber auch Verunsicherung und Stornos; auf Sicht wirkt sich das aber sicher positiv aus."

Lackner forderte – wie seit zehn Jahren – eine rasche Umsetzung und Finanzierung der Kitzbüheler Umfahrung und gab diesen Wunsch auch an LH Platter mit auf den Weg. "Es war zuletzt stiller um dieses Projekt, in der Gemeinde arbeitet man aber kontinuierlich daran. Ich hoffe auf eine Vorreihung in der Prioritätenliste des Landes. Kritisch sieht er die Erweiterung des sektoralen Fahrverbots und dass Kitzbühel nicht in der Kernzone liegt, womit heimische Betriebe Leidtragende seien. "Wir müssen in die Kernzone aufgenommen werden", fordert Lackner.

Der Obmann will sich auch verstärkt für die Kaufmannschaften und Ortsmarketingaktivitäten einsetzen, um Kaufkraftabflüsse zu minimieren und Geld in den regionalen Kreisläufen zu bewahren. "Wir arbeiten da bereits sehr gut mit örtlichen Initiativen zusammen."

LH Günther Platter ging in seinen Grußworten auch auf die Forderung nach einer Kitzbühel-Umfahrung ein. "Wir sind in Rohplanung und es geht voran. Es muss jedenfalls das Beste und eine echte Entlastung herauskommen."
Platter appellierte, dass man verhindern müsse, dass sich die Arbeitgeber und -nehmer im Land auseinander-dividieren lassen."


Nägel mit Köpfen

Zum bereits 18. Mal wurden die Menschen des Jahres geehrt. "Sie haben Nägel mit Köpfen gemacht" und erhalten unsere besondere Nagel-Trophäe; sie stehen stellvertretend für die vielen anderen unternehmerischen Geister, die unsere Region bewegen", so Lackner.
Ausgezeichnet wurden:
> Die erfolgreiche Touristikerfamilie Katrin und Gidi Koidl aus Kirchberg. Deren Hotel Bräuwirt ist barrierefrei und widmet sich besonders Gästen mit Handicap.
> Die Familie Peter, Christl und Johannes Wörgartner, Oberndorf, deren Betrieb sich besonders um die Lehrlingsausbildung verdient macht und den Titel "Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb" erhielt (nur 0,4 % aller österr. Betrieben erhielten bisher diese Auszeichnung).
> Kathi Millinger, Wirtin des Pulvermacherscherms in Fieberbrunn; das Lokal wurde zur beliebtesten Ausflugshütte gewählt.
> Lisa Harasser und Elisabeth Templeton, beste Nachwuchs-Kleidermacherinnen Österreichs (Landes- und Bundessiegerinnen), Lehrherren Franz Prader und Sportalm (Fam. Ehrlich).
> Visionär und Bergbahnen-Pionier Andrä Brandtner (Bergbahn/Skiparadies Steinplatte, Triassic Park) aus Waidring, ausgezeichnet mit dem Skigebiets-Kristall und Ehrenbürger, Hotelier und Sägewerker, 1972 Gründer des grenzüberschreitenden Skigebiets.

Fotos: Kogler

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