Wirtschaftskammer - Neujahrsempfang
"Wirtschaft ist Bewegung" – WK lud zum Empfang

"Prosit Neujahr" hieß es beim traditionellen Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Kitzbühel.
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Wirtschaftskammer-Chefs bilanzierten 2019 und blickten vorsichtig optimistisch in die Zukunft.
KITZBÜHEL (niko). Beim traditionellen Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Kitzbühel resümierten WK-Tirol-Präsident Christoph Walser und Bezirksobmann Klaus Lackner das Jahr 2019 und blicken in die Zukunft.

"Die Wirtschaft ist ständig in Bewegung, unsere Betriebe sind ständig gefordert. Dass sie das bisher ausgezeichnet bewältigt haben, zeigt sich daran, dass Tirol innerhalb der 30 stärksten von 281 EU-Regionen liegt", so Walser. Bei der Tourismusintensität liegt Tirol am 2. Platz, bei Arbeitslosigkeit bzw. Jugendarbeitslosigkeit am 4. und 5. Rang. "Wie die Unternehmer muss aber auch die Politik reagieren; es bedarf weniger Problem- und vielmehr Lösungsdenken. Es braucht mutige Reformen: Steuerlast senken, Bürokratie entschlacken, Investitionsanreize setzen", so Walser, "Digitalisierung, Klimaschutz und gesellschaftliche Veränderungen fordern uns; Umwelt und Wirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden", so LR Patrizia Zoller-Frischauf in Richtung Greta Thunberg.
Walser lobt die positive, ausgeglichene Finanzpolitik des Landes und der Gemeinden. Der Präsident gratulierte auch den 22 Jung-Meistern im Bezirk und zur Gleichstellung mit dem Titel "Bachelor".

Konjunktur schwächelt

Die Konjunktur schwäche sich ab (Wachstum 1 – 1,5 %), vor allem in der Industrie, während Handwerk/Gewerbe, Handel und Tourismus stabil bleiben; auch der Arbeitsmarkt bleibe stabil, der Fachkräftemangel bleibe jedoch evident; so würden etwa Saison-Kontingente fehlen; 120.000 Fachkräfte fehlen österreichweit (Tirol 17.000, Bezirk 1.500, Anm.); im neuen türkis-grünen Regierungsprogramm sieht Walser positive Ansätze. Er betont auch die Wichtigkeit der Teilnahme an der WK-Wahl im März, um der Kammer gegenüber der Politik den Rücken zu stärken.

Bezirks-Problemfelder

Im Bezirk läuft die Wirtschaft weiter positiv, die Auftragslage bleibt gut, wenn auch der Fachkräftemangel belastend wirkt. Vor allem im Wintertourismus fehlen passende Angestellte und Saisoniers. "Wir bemühen uns intensiv um Lehrlinge, aber ohne geregelten Zuzug von Fachkräften ist das Problem nicht zu lösen; es braucht auf Bundesebene bessere Regelungen", so Lackner. Vor Ort forciere man neben vielen weiteren Bemühungen den zweiten Bildungsweg und die Lehre nach der Matura. Ebenfalls bemüht sei man in der Kammer um leistbare Gewerbegründe und Mitarbeiterwohnungen. Aktuell lege man einen Schwerpunkt auf die Bereiche Innovation und Digitalisierung (wir berichteten). Andreas Holaus wurde über ein Leader-Projekt als Innovationsmanager angestellt.

Umfahrung gefordert

Im Bereich Verkehr habe es zuletzt Verbesserungen gegeben (u. a. Brückenbauten, B 178 in St. Johann); für Kitzbühel fordert Lackner zum wiederholten Mal den Bau der Umfahrung ein. "Vielleicht wird da zu wenig gemeinsam darum gekämpft, man muss beim Land mehr Druck machen", so Lackner.
Wie Walser fordert der Bezirksobmann eine steuerliche Entlastung der Betriebe, einen Bürokratieabbau, nicht zuletzt bei Betriebsanlagengenehmigungen, die bei Betriebsnachfolgen zu massiven Problemen führten; überzogene Auflagen befeuere auch das Wirtshaussterben", so Lackner. Für Gastrobetriebe biete man bei diesem Problemfeld ständige Beratungen, es seien aber auch ständige Investitioen und Eigeninitiativen der (Gastro-)Unternehmer nötig.

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