18.10.2017, 12:17 Uhr

Gedenktafel für Peter Rettenwander wird enthüllt

Am Kirchplatz wird die Tafel enthüllt. (Foto: TVB)

Goinger setzte Akt des Widerstands gegen das Hitler-Regime

GOING (niko). Am  Seelensonntag, 5. 11., wird im Going eine Gedenktafel für Peter Rettenwander eingeweiht (9 Uhr Einzug der Schützen zur Messe, Gräbersegnung, anschl. Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal und Enthüllung Gedenktafel).

Zum Hintergrund: Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland wurde in Going eine sogenannte "Hitler-Eiche" als Symbol des "Tausendjährigen Reichs" gepflanzt. Peter Rettenwander entschied sich am 10. April, ein Zeichen des Widerstands zu setzen. Als er im Ort eintraf, waren Soldaten im Wirtshaus beim Umtrunk auf den Führer. Rettenwander hackte mit seiner Axt den Baum, ein Symbol gegen die Souveränität Österreichs, um. Befragungen der Soldaten in der Bevölkerung brachten kein Ergebnis, der Pfarrer wurde eingesperrt – doch niemand verriet Rettenwander: Erst über 50 Jahre später bekannte er sich offen zu seiner Tat, die hohen symbolischen Wert hatte.
Zur Erinnerung wird ihm nun ein Denkmal gesetzt. Im Gemeinderat und nach Genehmigung des Bundesdenkmalamtes wurde entschieden, eine Gedenktafel am Goinger Kriegerdenkmal anzubringen.

Auf der Tafel wird zu lesen sein:
ZUR ERINNERUNG AN PETER RETTENWANDER, 1910-2005,  DER AM 10. APRIL 1938 DIE VOM BESATZER AM GOINGER KIRCHPLATZ GEPFLANZTE HITLER-EICHE UMHACKTE UND SO EIN ZEICHEN DES WIDERSTANDES AUS LIEBE ZU SEINEM GEBURTSORT UND ZU EHRE DES VATERLANDES SETZTE
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