23.10.2017, 13:47 Uhr

2,8 Millionen Euro Schaden und 127 Feuerwehreinsätze bei Bränden

Jetzt Rauchmelder anbringen. Dafür plädieren Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl, Sicherheitsreferent LH-Stv. Josef Geisler und TIROLER VERSICHERUNG Vorstand Walter Schieferer. (Foto: Land Tirol/Freinhofer)

Rauchwarnmelder retten Leben – jetzt nachrüsten

BEZIRK KITZBÜHEL (jos). Die Heizsaison hat begonnen. Der Advent naht. Umso wichtiger ist die Ausstattung von Wohnung und Häusern mit Rauchwarnmeldern. Denn diese können Leben retten.
Im vergangenen Jahr rückten die Feuerwehren des Bezirkes Kitzbühel mit insgesamt fast 2.500 Feuerwehrleuten 127 Mal zu Brandeinsätzen aus. Der Sachschaden infolge von Bränden betrug 2016 im Bezirk rund 2,8 Millionen Euro. Auch einen Brandtoten und mehrere Verletzte gab es im vergangenen Jahr. Landesweit waren drei Todesopfer zu beklagen. „Rauchwarnmelder können in vielen Fällen Schlimmeres verhindern und Leben retten“, weiß Sicherheitsreferent LH-Stv. Josef Geisler.

Nachrüstung empfohlen

Eine Ausrüstung von Neubauten mit Brandmeldeanlagen ist seit dem 1. 1. 2008 verpflichtend vorgeschrieben. „90 Prozent der 160.000 Wohngebäude in Tirol wurden vor diesem Datum errichtet und sollten zur Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet werden“, appelliert J. Geisler an die Eigenverantwortung.
Eine Nachrüstung mit Rauchwarnmelder ist technisch unkompliziert und kostengünstig möglich. Rauchwarnmelder sollten in allen Räumen und Gängen mit Ausnahme von Küche und Bad angebracht werden. Besonders einfach und wartungsfrei sind batteriebetriebene Geräte mit einer Lebensdauer von zehn Jahren. Damit können Brände frühzeitig und vor allem auch nachts rechtzeitig bemerkt werden.


Giftige Rauchgase nach 30 Sekunden

„Die meisten Brandopfer kommen nicht durch Flammen, sondern durch Rauchgase ums Leben. Die überwiegende Zahl der Todesfälle könnte durch die Installation von Rauchwarnmeldern verhindert werden“, weiß Landesfeuerwehrkommandant Peter Hölzl. Bereits in der Entstehungsphase eines Brandes kommt es zur Bildung eines höchst giftigen Gemischs (Kohlenmonoxid und Cyanid), das bereits nach 30 Sekunden zur Bewusstlosigkeit führt.

Vier von zehn Bränden werden durch offenes Licht und Feuer verursacht. Beim Einheizen von Kachel- oder Kaminöfen sowie beim Umgang mit Kerzenlicht in der Advents- und Weihnachtszeit ist deshalb besondere Vorsicht geboten.
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