09.10.2017, 19:17 Uhr

Gelebtes Brauchtum in Oberndorf

Die Standarte des Vereines präsentiert von drei Generationen der Familie Angerlechner.
Gelebtes Brauchtum in Oberndorf
Zum bereits siebten Mal fand heuer in Oberndorf der Leonhardiritt des Norikerzuchtverbandes Wilder Kaiser und Umgebung statt. Knapp 40 Reiter und 5 Kutschen trafen sich am Oberndorfer Schwimmbadparkplatz. Dort nahm der Tross Aufstellung, bevor er von der BMK Oberndorf ins Zentrum begleitet wurde. Trotz der Kälte hatten sich dort um halb elf bereits einige Zuschauer eingefunden, die die Reiter bewundern wollten. Zuerst kamen drei Generationen einer Familie mit der Standarte des Vereines. Die Familie Angerlechner ist eng verbunden mit dem Verein. Hans-Peter Angerlechner hat als Obmann wohl die wichtigste Rolle und auch sein Sohn Josef und die Enkelin Johanna sind aktive Mitglieder. Danach folgte die Ehrenkutsche, in der heuer das erste Mal der Minister für Land- und Forstwirtschaft Andrä Rupprechter Platz genommen hatte. Außerdem saßen Bürgermeister Schweigkofler mit seiner Gattin, Kooperator Martin Schmid, Abgeordneter Josef Edenhauser und der TVB Obmann Reinhard Gamper, sowie Peter Wörgartner in dieser Kutsche. Anschließend kamen alle übrigen Reiter und Kutschen, die ein buntes Bild boten. Am weitesten angereist war die Familie Huber mit ihrem edlen Friesengespann, sie waren extra aus Nussbach in Oberösterreich. Am meisten Applaus erhielt eine junge Dame, die die Runden ums Dorf und anschließend um die Kirche auf ihrem süßen und äußerst braven Esel absolvierte. Alle Reiter und Pferde wurden von Kooperator Martin Schmid gesegnet und erhielten anschließend vom Verein ein besonderes Dankeschön. Da der Verein dieses Jahr sein 10jähriges Jubiläum feiert, wurde nicht gespart und jeder Teilnehmer erhielt ein wunderschönes Andenken in Form eines Hufeisens. Nachdem die Pferde und Reiter noch einzeln vom Vereinsmitglied Manfred Tönig vorgestellt wurden, endete der Leonhardiritt mit Applaus für die wohl jüngsten Teilnehmer (ebenfalls aus der Familie Angerlechner), die mit ihrem Schaukelpferd auf Rollen den Zug beendeten. Die Zukunft des Vereines scheint gesichert, wenn man die jüngsten Pferdefans so betrachtet. Anschließend wurde aber noch auf dem traditionellen Herbstfest gefeiert. Die Bäuerinnen, die Bauern und die Landjugend, sowie der Verein sorgten für ein kulinarisches Angebot, bei dem für jeden etwas dabei war. Das extra aufgestellte Zelt war gut gefüllt und auch der Landwirschaftsminister ließ es sich dort schmecken. In einem Vorzelt war ein kleiner Kunsthandwerksmarkt untergebracht, auf dem die Gäste allerlei Schönes und Nützliches erstehen konnten. Ein Schätzspiel der Landjugend, die Schießbude der Schützenkompanie und der leider aufgrund des schlechten Wetters etwas verkleinerte Spielplatz machten den Aufenthalt recht kurzweilig. Die BMK Oberndorf wurde gegen 13.00 Uhr von den Blechbuam abgelöst, die bis in den späten Nachmittag für gute Stimmung sorgten. Dazwischen hatte das Wintersteller Schützenbatallion eine Modenschau organisiert, bei der man etwas über die Entwicklung des Dirndls von der Entstehung bis hin zum modernen Dirndl erfahren konnte. Der Verein möchte sich bei allen Teilnehmern, bei den Sponsoren und bei den mithelfenden Vereinen, sowie den Verkäufern und allen Freiwilligen herzlich bedanken. Wenn ein Fest so schön war, macht man sich gerne schon Gedanken über das nächste Jahr, denn der Termin für den 8. Leonhardiritt am 13.10.18 steht schon fest.
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Sabine Knienieder aus Innsbruck | 18.10.2017 | 13:00   Melden
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