09.11.2016, 15:02 Uhr

KOMMENTAR: Ehrenamt - auf sich gestellt und ausgebrannt?

BEZIRK KITZBÜHEL. Im Bezirk Kitzbühel sind zur Zeit 275 Menschen als Asylwerber in der Grundversorgung. Sie warten auf einen Asylbescheid, sie warten darauf, dass sie einer Beschäftigung nachgehen dürfen, darauf, dass sie für Integrations- und Sprachkurse zugelassen werden. In den meisten Fällen vergehen 2, 3 oder mehr Jahre, bis die Verfahren abgeschlossen, also positive oder negative Bescheide ausgestellt werden. Nun haben sich in vielen Gemeinden freiwillige Initiativen gegründet, deren Ehrenamtliche den Wartenden Sprachkurse anbieten. Doch Deutschkurse, berichten Freiwillige aus St. Johann, müssen in den Schlafzimmern der Flüchtlinge stattfinden, auf den Betten sitzend. Unterrichtsmaterialien müssen aus eigener Tasche der Freiwilligen finanziert werden, weil das in der Grundversorgung nicht anders vorgesehen ist. Es gibt von der öffentlichen Hand keine Unterstützung. Die Gemeinde gibt ihr Bestes, aber die Politik versagt. In St. Johann betreuen 5 freiwillige Deutschlehrer die Neuankömmlinge. Sie sind Ehrenamtliche. Sie sind die Stützen der Gesellschaft. Sie sind ausgebrannt.
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