23.07.2017, 17:32 Uhr

Wolfgang Sinwel Ausstellung, Jakobskreuz St. Jakob,

Sankt Jakob in Haus: Jakobskreuz | Das künstlerische Interesse Wolfgang Sinwel´s gilt der Entwicklung einer im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Malerei, (nämlich 10 und mehr Schichten), die sich mit dem Begriff „ Weltbild“ mehrdeutig umschreiben lässt, aber gleichzeitig eine markante Einzelposition in der aktuellen Kunstszene einnimmt.

Einig Infos zum Künstler, er sagt:
Meine Malerei ist der Versuch, unseren Lebensraum aus einer zeitgemäßen Perspektive zu erfassen. Nicht nur, um dieser malerisch anderen Sichtweise, sondern insbesondere einem achtsameren Umgang mit unserem Lebensraum zur dringend notwendigen Aufmerksamkeit zu verhelfen.


Sylvia Mraz vom Artroom Würth Austria meint :
Wer vor den großformatigen Landschaften von Wolfgang Sinwel steht, erlebt nicht selten ein unbändiges Gefühl von Weite, Freiheit und Erhabenheit. Kein Wunder, fühlt man sich doch als Betrachter in luftige Höhen versetzt, aus denen man den Blick hinab wirft auf die weit darunter liegenden Landschaften. Die Flugperspektive gibt den Blick unverstellt frei auf Täler, Felder, Berge und Gewässer, darüber ziehen bisweilen diffuse Wolkenfetzen und verschleiern die darunter liegende Gegend. Dass wir es hier mit etwas anderem, als dem Blick auf unsere Erde, zu tun haben könnten, ist für die meisten Betrachter wohl ausgeschlossen. Sinwels Tafelbilder sind aber keineswegs topographische Ansichten unseres Planeten. Vielmehr entstehen örtliche und räumliche Assoziationen ausschließlich im Auge des Betrachters, während sich doch in Wahrheit nur Pinselspuren auf der Leinwand befinden. Für den Künstler geht es vielmehr um eine visuelle Umsetzung von Erlebnissen, Gedanken und Atmosphäre. Der Wiener Künstler versteht seine Arbeiten über das Seherlebnis hinaus stets als Einladung zum Dialog an den Betrachter, der sich in der Auseinandersetzung mit den dargestellten Ansichten sein eigenes Weltbild konstruieren kann/darf/soll. Die Bilder laden ein zum kontemplativen Versenken, simulieren sie doch das Abgehoben sein von dieser Welt, das durch die radikale Perspektive, Lösung und Leichtigkeit vermittelt. Bezeichnend und bestimmend ist dabei auch der Rückverweis auf den Betrachter und seinen individuellen Erfahrungshorizont, der den Dialog mit der Malerei letztlich bestimmt.  
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