18.08.2016, 11:51 Uhr

Verkehrsunfälle in Tirol verursachten im Vorjahr Kosten von rund 540 Millionen Euro!

Der VCÖ fordert eine Ausweitung des Vormerksystems und mehr Bahn- und Busverbindungen. (Foto: MEV)

Der VCÖ tritt für die Ausweitung des Vormerksystems um Handy am Steuer und Schnellfahren ein.

TIROL/BEZIRK KITZBÜHEL. Verkehrsunfälle verursachen viel menschliches Leid und auch enorme volkswirtschaftliche Kosten. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass die Verkehrsunfälle in Tirol im Vorjahr volkswirtschaftliche Gesamtkosten von rund 540 Millionen Euro verursachten. Darin enthalten sind beispielsweise medizinische Behandlungskosten, Kosten für Arbeitskräfteausfall, Kosten für die Einsatzkräfte und Sachschäden. Der VCÖ tritt für die Ausweitung des Vormerksystems um Handy am Steuer und Schnellfahren ein. Zudem ist mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und der Rad-Infrastruktur die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

"Verkehrsunfälle verursachen viel Leid und große Schmerzen. Sie verursachen zudem für die Gesellschaft sehr hohe Kosten", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass allein die Verkehrsunfälle in Tirol im Vorjahr einen Schaden von rund 540 Millionen Euro verursachten. Im Vorjahr starben in Tirol bei Verkehrsunfällen 54 Menschen, 1.020 Personen wurden schwer verletzt und 3.742 leicht verletzt.

Verkehrssicherheit am Arbeitsweg

Wenn Arbeitskräfte wegen eines Verkehrsunfalls für einige Zeit ausfallen, dann ist das für kleinere Betriebe ein großes Problem. Zunehmend mehr Betriebe haben deshalb Mobilitätsmanagement eingeführt und tragen damit zu mehr Verkehrssicherheit ihrer Beschäftigten bei, so der VCÖ. So können Betriebe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Jobticket für den Öffentlichen Verkehr zwischen Wohnung und Arbeitsplatz - steuerfrei - zur Verfügung stellen (nähere Informationen zum Jobticket direkt unter www.vcoe.at).

Der VCÖ weist darauf hin, dass mit Bahn und Bus das Unfallrisiko deutlich geringer ist als mit dem Pkw. "Zusätzliche Bahn- und Busverbindungen sowie der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes macht die Mobilität nicht nur umweltfreundlicher, sondern erhöht auch wesentlich die Verkehrssicherheit", so VCÖ-Experte Gansterer. Angesichts der flexibler werdenden Arbeitszeiten und der Zunahme von Teilzeitjobs ist es wichtig, dass es auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten häufigere Bahn- und Busverbindungen gibt.

Damit Gemeinden ihren Bürgerinnen und Bürgern verstärkt Orts- und Nachtbusse anbieten können, soll ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für diese Projekte zweckgewidmet werden, fordert der VCÖ.
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