11.05.2018, 13:26 Uhr

Am eigenen Leib: Beim Golfen

Pro Mike Burrows zeigt, wie die perfekte Haltung beim Abschlag einzunehmen ist. (Foto: Kogler)
Es gibt die Meinung, dass Golf eine Sportart für „Rentner“ sei! Anderseits gibt es viele, die von dieser Sportart begeistert sind.


ERPFENDORF. "Am eigenen Leib" wollte ich nun für mich persönlich herausfinden, warum die Meinungen über Golf so weit auseinander liegen.

Der naheliegende, von prachtvoller Bergnatur umrandete Golfplatz Lärchenhof bietet Golfliebhabern eine top-gepflegte 9-Loch-Anlage sowie Kindern, Anfängern und auch Profis eine eigene 6-Loch-Anlage mit angeschlossener Kurzspielakademie. Genau richtig für mich, da ich weder weit fahren noch lange Zeit am Golfplatz verbringen kann.


Wenn schon, dann richtig


Als Ziel setzte ich mir, die Platzreife zu erreichen.

Mike Burrows, ein erfahrener Pro (so nennt man einen Golftrainer) und immer noch aktiver Golfspieler (2. Platz beim "Canadian Senior PGA Championship“, 6 Mal 2. Platz beim "Austrian PGA Championships“, 2 Mal Order of Merit Winner der Austria PGA ), brachte mir nicht nur die Grundtechnik eines präzisen Abschlags und die Spielregeln bei, sondern auch die Golfetikette.
Dabei geht es nicht lediglich um passende Kleidung, sondern insbesondere auch um Sicherheitsmaßnahmen, die auf dem knapp 52 Hektar großen Golfplatz strikt zu befolgen sind. Bei einem Abschlag kann die Ballgeschwindigkeit immerhin bis zu 339 km/h erreichen! Achtsamkeit und Rücksicht auf andere Spieler sowie die Schonung des Grüns sind das A und O, wenn man Golfspielen mit Freude genießen will.


Richtige Körperhaltung ist wichtig


Heutzutage kann man dank Internet einiges autodidaktisch erlernen. Beim Golf jedoch braucht man gerade anfangs einen Pro an seiner Seite. Die ersten Unterrichtsstunden auf der Driving Range waren sehr anstrengend. Mike korrigierte mich ununterbrochen, machte Videos von meinen Abschlagsversuchen und erklärte mir bildlich, was „NO GO“ und was „OK“ war. Und immer wieder aufs Neue: „Richtig stehen! Richtig den Schläger halten!“


Übung macht den Meister


An Tagen, an denen Mike wegen Turnieren verreisen musste, trainierte ich eigenständig Schlag und Schwung - jedoch ziemlich ineffektiv! Ich war schon froh, mal den Ball getroffen zu haben. Es war zum Teil frustrierend, vor allem, wenn neben mir Kinder lässig und weit ihre Bälle „geschossen“ hatten. Das muss erst einer psychisch überstehen. Kaum war Mike wieder bei mir, klappte plötzlich wieder alles.

Hektik am Platz tabu


Beim Putten geht es darum, den Ball mit einer minimalen Zahl an Schlägen ins Loch zu bringen. Das erfordert eine ruhige Hand und Distanzgefühl. Man kann noch so weit abschlagen können, wenn es jedoch beim Putten an Konzentration fehlt, sind die Chancen auf Erfolg gering. Da war ich geschickter als beim Abschlag. Und genau hier, auf dem Grün, hatte es zwischen mir und dem Golf endlich „gefunkt“! Ich hatte die stundenlangen bewegungsreichen Aufenthalte an der frischen Luft, das schwere Golfbag und das oft mühsame Suchen nach meinem Golfball ins Herz geschlossen.
 Golfspielen ist wirklich gesund und spannend, und das Après-Golf auf der gemütlichen Clubterrasse mit einem herrlichen 180-Grad-Bergpanorama in netter Runde verleiht selbst dem Alltag Glücksmomente des Daseins in voller Harmonie von Seele und Natur.

Glücklich am Ziel

Die Fleiß- & Schweiß-Übungswochen unter Mikes Obhut waren leider zu Ende. Mit meiner Platzreife in der Tasche machte ich meine erste Spielrunde am 6-Loch-Platz - und werde dies sicher in Zukunft öfter tun, da es zeitlich überschaubar ist.
Die tolle Lärchenhof-Golfanlage bietet jungen Golfern hervorragende Möglichkeiten, mit Eltern zusammen oder gleichzeitig zu spielen, und damit macht es Golf einfach zum Familiensport. Selbst wenn es unerwartet regnet, muss man nicht sofort nach Hause flüchten:  In der windgeschützten, überdachten Driving Range kann man seine Abschlagqualität weiter „aufpolieren“.
    Nadja Schilling (Text)
    Fotos: Schilling, Kogler
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