15.09.2014, 10:33 Uhr

Die (Fußball-)Festung ist gefallen

Kitzbühel mit Uli Lechner (gelbe Dress) scheiterten allzuoft an der betonharten Abwehrmauer der Schwazer. (Foto: Foto: Habison)

Karriereende für Kitzbühel-Torjäger Manuel Schmid, Ex-Profi Armin Hobel springt ein

KITZBÜHEL (han). Jede Erfolgsstory hat ein Ende. Zwei Jahre lang hatte der FC Eurotours Kitzbühel in der Meisterschaft auf eigener Anlage nicht verloren. Seit dem Comeback von Alex Markl als Trainer im September 2012 war der Sportplatz Langau eine uneinnehmbare Festung. Jetzt ist es passiert: Mit einem 1:4 beendete Schwaz die imposante Serie, die seinesgleichen sucht und 29 Spiele (mit 24 Siegen) angedauert hatte. „Vorne waren wir zu harmlos, in der Abwehr zu wenig konsequent. Schwaz hingegen hat gezeigt, das es die stärkste Defensive in der Liga besitzt“, resümiert Markl die Gründe für das Scheitern seiner Mannschaft.

Das der Schwazer Beton nur einmal (Peter Gartner zum 1:3) durchbrochen werden konnte liegt durchaus am Fehlen eines Torjägers der Marke Manuel Schmid. Der Torschützenkönig, der im Vorjahr mit 24 Treffern Kitzbühel zum Meistertitel in der UPC Tirol Liga geführt hatte, erschütterte mit seinem plötzlichen Rücktritt den gesamten Verein. Geplagt von ständigen Verletzungen und chronischen Schmerzen am rechten Knie, hatte Schmid kürzlich vor versammelter Mannschaft sein Karriereende bekannt gegeben. Die Lücke schließen soll Ex-Profi Armin Hobel - zumindest bis Ende der Herbstsaison. Der 37-jährige Mittelstürmer besitzt Bundesliga-Erfahrung, war zuletzt bei keinem Verein gemeldet und kann daher ab sofort Kitzbühels Offensive stärken. Die erste Bewährungsprobe steht bei den Altacher Amateuren am Programm. Die Vorarlberger liegen als Tabellenzehnter punktegleich mit 12 Zählern einen Rang vor Kitzbühel.

Keine Schonzeit im Unterhaus

Landesligist St. Ulrich beendete mit dem 2:2 beim Liga-Kronprinz Walchsee (2.) eine dreiteilige Niederlagenserie, die mit dem 1:6 Heimdebakel im Oktober 2013 einen unliebsamen Höhepunkt erreicht hatte.

In der Gebietsliga sorgte Brixen (7.) für den einzigen Lichtblick aus heimischer Sicht. Der 4:0 Auswärtserfolg bei Schlusslicht Niederndorf hebt die bislang karge Trefferausbeute auf Durchschnittsniveau in der Liga. Ebenfalls einen 4:0 Auswärtserfolg beim Tabellenletzten (Wilten) feierte Bezirksliga-Primus Fieberbrunn, das damit seinen 2-Punkte-Vorsprung auf Reichenau 1b behauptete. Erneut Akkordarbeit leistete Waidrings Offensivabteilung. Der 7:0 Heimtriumph über Kirchberg 1b war der höchste Sieg aller heimischen Teams. Mit Philipp Jagoditsch und Martin Fischer führen zwei Waidring-Kicker die Torschützenliste der 2. Klasse an.
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