04.10.2017, 14:06 Uhr

Es gibt keinen Grund „Nein“ zu Olympia zu sagen

Die Geschäftsführer des Kitzbüheler Alpen Marketings (Foto: WMP)
BEZIRK KITZBÜHEL (jos). Die Geschäftsführer der Kitzbüheler Alpen stehen geschlossen hinter der Olympiabewerbung Tirols. Wenn Tourismus-Urgestein und längstamtierender TVB-Geschäftsführer in Tirol, Max Salcher von den Olympischen Spielen 1976 erzählt, dann bekommt er glänzende Augen. „Die Winterspiele 1976 haben mich regelrecht gefesselt“, schwärmt der 56-jährige. Nicht nur der Tourismus profitiert von solch einem Großevent, sondern letztendlich Jeder in Tirol. 30 % der Wertschöpfung Tirols stammt rein aus dem Tourismus, das kommt wiederum den Branchen vom Einzelhandel bis hin zum produzierenden Gewerbe sowie Kultur und Bildung zugute. „Die Olympischen Spiele 1964, 1976 und auch die Jugendolympischen Winterspiele 2012 waren wichtige Meilensteine in der Entwicklung und haben viel dazu beigetragen, wo Tirol heute steht“, so Salcher weiter.

Das Tiroler Olympiakonzept ist ein Neubeginn

Gigantismus und utopische finanzielle Dimensionen haben zweifelsohne die Olympischen Spiele der vergangenen Jahrzehnte geprägt und nicht gerade für eine positive Olympiastimmung gesorgt. Das Tiroler Konzept erteilt diesem Weg eine klare Absage und setzt auf Bodenständigkeit, Nachhaltigkeit und einen beherrschbaren budgetären Rahmen. Die Spiele werden unter anderem über Einnahmen aus dem ÖOC, den Tickets und Sponsoring finanziert. Das Motto lautet „Zurück zu den Wurzeln“ und könnte somit eine Initiale für eine völlig neue Olympiakonzeption der Zukunft sein. Sowohl im IOC als auch bei hochrangigen Sportverantwortlichen im In- und Ausland stößt die Notwendigkeit für eine Rückbesinnung mittlerweile auf offene Ohren. „Winterspiele müssen wieder in echten Wintersportregionen stattfinden“, setzte sich vor kurzem auch DSV Trainer Mark Kirchner im Interview für ein Umdenken bei den Verantwortlichen ein.


Tirol hat bereits alle Zutaten, die es für Spiele braucht

„In Tirol ist sämtliche Infrastruktur und alles Knowhow bereits vorhanden, um erfolgreiche Winterspiele durchzuführen.“, so St. Johanns TVB-Geschäftsführer G. Riedel. Die Biathlon-WM in Hochfilzen im heurigen Februar ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, erklärt auch A. Kuen aus dem PillerseeTal. „Bei der WM haben wir mehr als 800 Athleten, Betreuer und Medienvertreter in der Region untergebracht. Bei Olympia wären es etwa 600 und dann wird von Skeptikern ein olympisches Dorf in Hochfilzen ins Gespräch gebracht, was nie zur Debatte stand und auch nicht notwendig ist. Hochfilzen ist jetzt schon bereit für Olympische Winterspiele“, so Kuen. Was für die Infrastruktur gilt, sieht S. Astner von der Hohen Salve auch für das Know-how im Land: „Wir beweisen mit den vielen hochrangigen Events wie in Hochfilzen, dem Berg Isel Springen, Ski-Weltcup in Kitzbühel, Sölden oder St. Anton und vielen weiteren, dass wir in Tirol wissen, wie man solche Top-Events erfolgreich veranstaltet.“


Einmalige Gelegenheit, die für Generationen positiv nachwirkt

Alle großen internationalen Veranstaltungen in Tirol haben einen Impuls für die Zukunft ausgelöst. Bei Olympischen Spielen ist von einem vielfach höheren Impuls auszugehen und das über einen sehr langen Zeitraum, ist sich A. Kuen sicher. „Die Wirkung setzt schon mit der Bewerbung um die Spiele ein – uns steht das größte Schaufenster der Welt zur Verfügung. Nutzen wir es jetzt, denn uns muss klar sein, dass dies eine einmalige Chance ist, die wir auf Jahrzehnte nicht mehr bekommen“, so der TVB-Geschäftsführer.
Zudem sind sich die Touristiker einig, dass es auch für die Jugend eine wichtige Motivation mit sich bringt. „Jedem, dem am Wintersport und dem Land Tirol etwas liegt sollte unbedingt auch seine Stimme für die Olympiabewerbung abgeben. Damit wir unseren Kindern die Emotion des olympischen Feuers ebenso nahebringen, wie wir es selbst als Kinder erleben durften - weil unsere Eltern den Mut hatten Olympische Winterspiele nach Tirol zu holen!“, so die KAM-Geschäftsführer unisono.
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