03.09.2014, 10:50 Uhr

Vom Schäumen nur träumen

Auf heimischen Fußballplätzen wird vorerst nicht gesprayt werden. (Foto: Foto: de.fifa.com)

Schäumende Schiedsrichter – vorerst nicht bei uns, denn derzeit wird auf den Freistoßspray "gepfiffen".

BEZIRK (han). Bei der Fußball-WM 2014 sorgten zwei Dinge für Aufsehen, die erstmals bei Großereignissen zum Einsatz kamen: Die Torlinientechnik und der Freistoßspray. Während ersteres selbst bei europäischen Klubwettbewerben noch Zukunftsmusik ist, zieht der Freistoßspray – im Sinne des Wortes - weite Kreise. In Österreichs Profiligen soll der Spray spätestens zur Frühjahrssaison kommen. „Im Tiroler Landesverband ist dieses Hilfsmittel vorerst kein Thema“, berichtet Christoph Hofer, Sprecher der Schiedsrichter-Gruppe Tiroler Unterland.

„Obwohl ich persönlich den Freistoßspray grundlegend nicht schlecht finde, sehe ich keine Notwendigkeit für unsere Ligen, da wir nie ernsthafte Probleme mit der Einhaltung der Freistoßmauer hatten“. Der weiße Sprühschaum soll verhindern, dass die Abwehrspieler den vorgeschriebenen Abstand von 9,15 Metern zum Freistoßschützen hinter den Augen der Schiedsrichter wieder verkürzen. Verzichtbar hält ihn Hofer auch auf Grund des überflüssigen Showeffekts: „Als Schiri sollte man im Hintergrund bleiben“.

Spray oder nicht Spray – die Unparteiischen bereitet derzeit ohnehin ein anderes Thema Kopfzerbrechen. „Wir haben nur sieben aktive Spielleiter aus dem Bezirk Kitzbühel“, beklagt Hofer den Schiedsrichtermangel im heimischen Meisterschaftsbetrieb.
Für Kenner ist diese Situation nicht wirklich verwunderlich, gibt es doch bei vielen Spielen zahlreiche Fans am Spielfeldrand, die sich mit Adleraugen und der Fachkenntnis eines Teamchefs ausgestattet sehen und vermeintlich jeden Pfiff des Schiris lautstark kommentieren - oftmals mit Worten unterhalb der Gürtellinie. Dabei sind es die Schiedsrichter, die Fußballspiele erst möglich machen – für Spieler und Fans.
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