21.10.2017, 13:18 Uhr

Das Land in Zahlen gefasst

Viele interessante Zahlen und Fakten beleuchten auch die Region Kitzbühel. (Foto: Archiv/Hofer)

Viele interessante Zahlen und Fakten über den Bezirk finden sich im Folder "Tirol Daten 2017".

TIROL/BEZIRK KITZBÜHEL (jos). Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und einige stellen sich die Frage: Wie schaut's aus im Vergleich zum Vorjahr in unserem Land und im Bezirk? Was hat sich verschlechtert, was wurde besser? Antworten liefert eine umfrangreiche Statistik, die vom Land Tirol herausgegeben wurde. Ein Überblick.

Bevölkerung

Die Lebenserwartung in Tirol hat sich im Vergleich zum Vorjahr minimal erhöht (Männer 80,2 Jahre, Frauen 84,5 Jahre) und liegt somit knapp über dem Österreich-Durchschnitt (Männer 79,1 Jahre, Frauen 84 Jahre).
Im Bezirk Kitzbühel wurden im Vorjahr 314 Eheschließungen, 615 Geburten und 541 Todesfälle registriert.

Bemerkenswert sind Details in der Statistik der Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit. Als Extrembeispiel sei das Land Syrien angeführt: Waren es im Jahr 2001 noch zehn Personen, die in Tirol wohnhaft waren, so waren es 2016 bereits 2.710, was auf die Flüchtlingskrise zurückzuführen ist. Auch an Asylunterkünften mangelt es nicht: 278 Personen waren es mit Stichtag 31. 12. 2016 im Bezirk (in 18 organisierten Unterkünften, landesweit 6.111 Personen in 247 Unterkünften.
Insgesamt summierte sich die Tiroler Wohnbevölkerung auf 746.153 Personen.

Ein großer Zuwachs herrscht auch bei der mobilen Pflege im Bezirk: Waren es 2012 noch 794 Personen, die betreut werden mussten, so waren es im Vorjahr bereits 1.125.

Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt

Interessant ist, dass die Erwerbstätigkeit im Sektor Land- und Forstwirtschaft relativ stark gestiegen ist – es wurde ein Plus von 6,4 Prozent verbucht. Hingegen ist die Anzahl der Präsenzdiener, Kinderbetreuungsgeld- und Karenzgeldbezieher um 0.3 Prozent gesunken. Auch bei selbstständig Beschäftigten errechnete man einen Rückgang um 0.7 % auf 44.900.
Vorgemerkte Arbeitslose: Während bei den bis zu 24Jjährigen eine deutliche Abnahme von 14,5 % sichtbar ist, stieg sie bei den über 50-jährigen um 1,5 Prozent. Die durchschnittliche Arbeitslosenrate betrug 6,4 Prozent. Diese Fakten beziehen sich auf das Land Tirol.

Tourismus

Generell durfte sich das Land über einen Zuwachs im Tourismus freuen. Übernachtungen in gewerblichen Betrieben und in Privatunterkünften sind ausnahmslos angestiegen. Die meisten Gäste kommen aus Deutschland, den Niederlanden und aus Österreich. Auch eine Zunahme der Fremdenbetten um 0.4 Prozent im Sommer ist zu erwähnen. In Tirol kostete eine Übernachtung mit Frühstück im Winter 2015/16 durchschnittlich 67,57 Euro, im Sommer 2016 50,46 Euro. Insgesamt konnte man im Jahr 2016 2,854 Milliarden Euro umsetzen.

Haushalt und Familie

2016 gab es in Tirol 319.500 Haushalte mit einer Durchschnittsgröße von 2,29 Personen. Ein Plus von 3,7 % gibt es bei Familien ohne Kinder und ein Minus von 1,2 % bei Familien mit Kindern. Bemerkenswert ist auch der Anstieg von 41,7 % bei alleinerziehenden Vätern (3.400 im Jahr 2016).

Bezirk/weitere Zahlen:

Wohnbevölkerung 63.489 (davon 16,1 % Ausländer), 6,2 Mio. touristische Nächtigungen, 46.638 Gästebetten/Winter, 1.077 Euro Finanzkraft/Einwohner (Vergleich Tirol: 1.127 €), Fläche 1.163,3 Quadratkilometer, davon 22,1 % Dauersiedlungsraum (Landwirtschaft, Siedlung, Verkehrsanlagen), 11,9 % Siedlungsraum.

Am meisten Einwohner zählte Ende 2016 St. Johann (9.425), am geringsten war die Wohnbevölkerung in St. Jakob (772); der Ausländeranteil war in Kitzbühel mit 21,5 % am höchsten, in Hochfilzen mit 9,1 % am geringsten; am meisten Nächtigungen verzeichnete Kirchberg mit 867.320, am wenigsten Schwendt mit 49.879; Bettenrekordhalter war Kirchberg (6.433), am geringsten war die touristische Bettenanzahl in Schwendt (379).

Folder auf: www.tirol.gv.at/statistik (wird auf Anfrage kostenlos zugeschickt)
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