„Stiller“ Protest beim „stillen“ Advent in Pörtschach
Bürgerinitiative „Stop den Bahnlärm“ lud zur Bürgerinformation

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Sehr viele Bürger, Interessierte und Bahnlärm-Betroffene sind der Einladung der Bürgerinitiative zur Informationsveranstaltung  gefolgt. Präsentiert wurden die neuesten Gesundheitsstudien und die Forderungen gegen den Güterzuglärm.

Am Freitag, den 29.11., hat die Bürgerinitiative „Stop den Bahnlärm“ zu einer Bürgerinformation eingeladen. Einhelliger Tenor war, dass die derzeitige Bestandsstrecke im Kärntner Zentralraum mit rd. 200.000 Einwohnern und der touristischen Kernzone absolut ungeeignet für eine Güterzug-Hochleistungsstrecke ist.

Güterzüge besonders lärmintensiv
Viele Güterzüge donnern bereits jeden Tag mit Geschwindigkeiten von weit über 50 km/h durch die Ortsgebiete und teilweise nur wenige Meter an den Hotelzimmern, Einfamilienhäusern und Wohnsiedlungen vorbei. Das Hauptproblem: Güterzüge fahren hauptsächlich in der Nacht und sind besonders lärmintensiv!

Bahnlärm als Herz-Kreislauf Risikofaktor
Die Ergebnisse der Studie der Universitätsmedizin Mainz zeigen eindeutig: nächtlicher Bahnlärm stellt einen großen Risikofaktor für Herz-Kreislauf Erkrankungen dar.
Weiters zeigt die Studie, dass Bahnlärm ähnlich schädlich ist, wie 20 Jahre Rauchen und der Krach donnernder Züge „am schlimmsten“ sei - im Vergleich zu Fluglärm und Straßenlärm.

WHO empfiehlt maximal 44dB
Die Lärmrichtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert einen mittlere Schallpegel von maximal 44 Dezibel bei Nacht und 54 dB bei Tag. Bei höheren Schallpegeln sei mit Schlafstörungen und mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu rechnen. Private Lärmmessungen in Pörtschach ergaben Lärmspitzen von bis zu 85dB in der Nacht.

Schutz der Gesundheit hat oberste Priorität
Die Bürgerinitiative hat nochmals ihre Forderungen bekräftigt:

  • Sofortmaßnahmen für Lärmschutz 
  • Sofortige Einführung von Tempo 50 für Güterzüge im Orts- und Stadtgebiet
  • Nachtfahrverbot für Güterzüge
  • Fahrverbot für laute Güterzüge, wie in Deutschland und der Schweiz ab 2020
  • Bau einer Güterzugumfahrungstrasse


Dringender Handlungsbedarf und Forderungen an die Politik

Von der Politik werden Beschlüsse für die Finanzierung und für konkrete Lärmschutzmaßnahmen gefordert. Derzeit müssen Gemeinden Lärmschutzmaßnahmen mit einem bestimmten Kostenschlüssel mitfinanzieren, was dazu führt, dass die Umsetzung oft an den fehlenden finanziellen Mitteln scheitert. Für das nächste Jahr werden wieder zahlreiche Aktivitäten und Aktionen geplant. Mit Inbetriebnahme der Koralmbahn ist mit massiven Verkehrssteigerungen und einer „Lärmhölle“ zu rechnen, speziell beim besonders lärmintensiven Güterzugverkehr droht eine wesentliche Verkehrssteigerung in der Nacht.

Nach der Veranstaltung lud die Bürgerinitative noch zu einem „stillen“ Protest beim „stillen“ Advent in Pörtschach.

INFOS: WWW.BAHNLAERM.AT

Fotohinweis: Martin Assam
Am Podium v.l.n.r.: Vertreter der Bürgerinitiative: P. Unterluggauer, C. Neuscheller, M. Steindl.

Autor:

Markus Steindl aus Klagenfurt Land

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