Dom Maria Saal
Ein etwas anderer Kreuzweg

Spirituelle Installation "Weg der Versöhnung" im Dom zu Maria Saal: Gottfried Riepl, Monika Pototschnig, Dompfarrer Josef-Klaus Donko
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  • Spirituelle Installation "Weg der Versöhnung" im Dom zu Maria Saal: Gottfried Riepl, Monika Pototschnig, Dompfarrer Josef-Klaus Donko
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Im Maria Saaler Dom: ein Weg der Versöhnung als Alternative zum Kreuzweg.

MARIA SAAL (chl). „In meinen 38 Jahren als Priester musste ich erfahren, dass Streit und das Nicht-Versöhnen und Nicht-Vergeben das ist, was die Menschen am meisten belastet. Das Schlimmste ist, wenn jemand unversöhnt stirbt.“ Der Mensch, der das sagt, ist Josef-Klaus Donko, Dechant und Dompfarrer zu Maria Saal. „Viele Menschen heutzutage haben es verlernt, sich zu versöhnen. Konflikte werden nicht gelebt, sondern ausgeschwiegen.“
Eine Hilfestellung in Richtung Vergebung soll die spirituelle Installation „Weg der Versöhnung“ im Maria Saaler Dom sein, die am Aschermittwoch eröffnet wird. „Die Idee dazu ist entstanden, als wir darüber diskutiert haben, wie wir in der Fastenzeit den Kreuzweg neu beleben können.“
Wir, das ist in diesem Fall die „Kreuzweg-Gruppe“ mit Donko, Diakon Gottfried Riepl, Künstlerin Monika Pototschnig und Dom-Organistin Ingrid Klogger.

Erste Station: Neid und Gier

Um einen unterschwelligen Zugang zum Thema geht‘s Donko, um Verständlichkeit geht‘s Riepl. Das Ziel ist immer: „Wege der Versöhnung aufzuzeigen“.
Die gemeinsam erarbeitete Installation macht dies anhand von farbigen Würfeln mit entsprechenden Schlagworten, einem Spiegel und einer Licht-Bank mit Kerzen – und mit einem Begleittext in Form eines frei zu entnehmenden Folders. „Wenn ich am Weg der Vergebung bin, habe ich schon die richtige Richtung eingeschlagen“, sagt Pototschnig, die den Weg der Versöhnung sozusagen verschriftlicht hat. Stichwörtern wie „Neid und Gier“ oder „Streit und Nachtragen“ folgen Denkanstöße und zuletzt auch Mutmachendes unter dem Schlagwort „Versöhnen und Verzeihen“: „Das erlösende Wort ,Friede‘ wird mich frei machen!“. Pototschnig: „Unversöhnlichkeit raubt die Lebensfreude, kränkt und macht daher krank.“
In ihren begleitenden Texten versucht Pototschnig, „Licht hinein zu lassen“ in Richtung Versöhnung.

Kompetenz verloren

Donko findet zum Thema auch durchaus kritische Worte: „Die Kirche hat in den vergangenen Jahrzehnten die Kompetenz verloren, „Gesprächspartner für die Menschen“ zu sein, als Seelsorger bediene man heutzutage eher einen Psychologen oder Lebensberater. Daher bietet man jeden Mittwoch in der Fastenzeit auch persönliche Gespräche an – jeweils im Vieraugenprinzip, mit einem Priester oder weltlichen Vertreter der gläubigen Gemeinde.

ZUR SACHE:
„Weg der Versöhnung“
im Dom Maria Saal
Eröffnung: im Rahmen der Aschermittwoch-Liturgie am 27. Februar, 18 Uhr

Autor:

Christian Lehner aus Klagenfurt

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