Klagenfurt Land
Kommunen zu Zeiten des Corona-Virus

Hauptplatz Ferlach nimmt Gestalt an.
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Die Corona-Krise beschäftigt auch die Kommunen. Bei Großprojekten kann es nun auch zu Verzögerungen kommen. Einige Projekte werden aber auch vorgezogen. 

FERLACH. Da Bauverhandlungen derzeit nicht möglich sind, kann es zu Verzögerungen bei dem einen oder anderen geplanten Projekt kommen.

Bäume am Hauptplatz

Das derzeitige größte Bauprojekt läuft in Ferlach jedoch weiter: die Hauptplatzsanierung. "In den letzten zwei Wochen wurden jene Arbeiten durchgeführt, bei denen der Sicherheitsabstand der Arbeiter eingehalten werden konnte", informiert Bürgermeister Ingo Appé. Es wurden von der Firma Matuschka sämtliche Bäume gepflanzt, die Beleuchtung an den Hausfassaden von der Firma Hawlitschek fast fertig gestellt. Geplant ist, die Beleuchtung dann bereits nächste Woche in Betrieb zu nehmen. 
Seit Montag sind die Baumaßnahmen im Tiefbaubereich wieder angelaufen. "Zeitlich sind wir eigentlich gut im Plan", freut sich Appé. 

Sanierung der ÖDK-Brücke verzögert

EBENTHAL. Derzeit sieht es so aus, als dass sich das Projekt „Sanierung der ÖDK-Brücke“ zwischen den Gemeinden Ebenthal und St. Margareten verzögern wird. "Maßgeblich hierfür ist jedoch nicht ausschließlich die derzeitige Corona-Krise sondern auch die derzeit noch nicht vertraglich fixierte anteilige Kostentragung der betroffenen Stellen", sagt Bürgermeister Franz Felsberger. 
Weiters plant die Gemeinde die Volksschule Ebenthal teilweise neu zu bauen und eine Generalsanierung des bestehenden Teils. 
Nach bereits erfolgreich durchgeführtem Architekten (Ideen-)Wettbewerb sowie digitalem Aufmessen des Gebäudebestandes wurde bereits im Dezember 2019 ein Förderantrag beim Kärntner Schulbaufonds gestellt. "Realisierbar ist das Projekt nur dann, wenn sich sowohl die Marktgemeinde als auch der Schulbaufonds die Kosten für das rund 5 Mio. Euro teure Vorhaben teilen", so Felsberger.  Derzeit wird das Projekt seitens der Förderstelle des Schulbaufonds geprüft. Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf das Vorhaben haben wird, ist derzeit noch nicht abschätzbar. In jedem Fall wird das Projekt nicht vor dem Jahr 2021 zur Umsetzung gelangen.

Projekt auf 2021 verschoben

Für das heutige Jahr wurde auch das Wildbachprojekt „Tschurebach“ (Goritschach, westlich von Rottenstein) im Budget-Voranschlag dargestellt. Derzeit befindet man sich hierfür jedoch noch in Verhandlungen mit den betroffenen Grundstückseigentümern. Da aufgrund der Corona-Krise derzeit jedoch abschließende Verhandlungen ausstehen, wird die Umsetzung des Projektes nach derzeitiger Einschätzung eher erst im Jahr 2021 zur Umsetzung gelangen können.

Schulsanierung gestartet

ST. MARGARETEN. Die Gemeinde St. Margareten im Rosental hat mit dem Zubau beziehungsweise mit der Sanierung der Volksschule St. Margareten bereits begonnen.
"Gemeinsam mit den Planern und den beteiligten Firmen versuchen wir diese schwierige Situation zu meistern", informiert Bürgermeister Lukas Wolte. 
Alle anderen Projekte wurden derzeit in der Priorität zurückgestellt.

Bauarbeiten gehen voran 

SCHIEFLING. In der Gemeinde Schiefling laufen die Baumaßnahmen zum 10. Oktoberplatz und der Furtaschhube in Farrendorf derzeit nach Plan. "Es könnte sein, dass wir einige Baumaßnahmen am 10. Oktoberplatz noch vorziehen", sagt Bürgermeister Valentin Happe. Grund dafür: Die Schulen haben derzeit geschlossen, der Platz befindet sich vor dem Bildungszentrum. 

Finanzierung der Elternbeiträge 

MOOSBURG. Eltern, die ihre Kinder aufgrund der Krise zu Hause betreuen, sollen Beiträge nicht zahlen müssen, wenn sie das Angebot nicht nutzen – das fordert die Gemeinde Moosburg. 
Seitens des Gemeinde- und Städtebundes wird eine stärkere Finanzierung durch das Land Kärnten gefordert. „Ich bin im Austausch mit dem Gemeindebund und fordere die Beibehaltung aller Förderungen des Landes für die Betreiber", so Bürgermeister Herbert Gaggl. Kindergärten werden vom Bund und Land aufgefordert offen zu halten und für die Betreuung zu sorgen. Folgedessen muss auch die Finanzierung sicher gestellt werden. Eltern, die ihre Kinder aufgrund der Krise zu Hause betreuen, sollen Beiträge nicht zahlen müssen, wenn sie das Angebot nicht nutzen. "Das Land muss hier einspringen. Die Steiermark zeigt es vor“, sagt Gaggl. Die Lage ist für alle Betreiber und Gemeinden, die ja für die Abgänge haften, ohnedies schwierig. "Ich fordere eine rasche Einigung“, so der Bürgermeister.

Kindergartenzubau im Sommer

KÖTTMANNSDORF. Bürgermeister Josef Liendl ist froh, dass sich in Köttmannsdorf keine großen Projekte aufgrund der Krise verzögern. Wichtigstes Projekt 2020 ist der Kindergartenzubau für eine dritte Gruppe. Die Kosten belaufen sich bei 550.000 Euro. "Das Projekt ist beschlossen und wird zwischen Juli und August umgesetzt", freut sich Liendl. 50 Prozent davon stammen aus EU-Fördermittel. 
Auch die Gemeinden Ludmannsdorf und Pörtschach haben derzeit noch keine Verzögerungen bei Projekten zu beklagen und hoffen, dass dies auch so bleibt.

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