Magdalensberg: Die Zukunft der Schulen wird diskutiert

Andreas Scherwitzl, Bürgermeister der gemeinde Magdalensberg
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MAGDALENSBERG (chl). In der Gemeinde Magdalensberg steht die Schließung der Volksschule Ottmanach im Raum. FPÖ-Gemeinderat Joachim Lueder macht gegen die Schließung mobil. SPÖ-Bürgermeister Andreas Scherwitzl setzt auf einen Schulentwicklungsplan. "Gemeinsam mit den Eltern sind wir in einen Dialog über die Zukunft der Schulen in Ottmanach und St. Thomas am Zeiselberg getreten. Wenn wir die Volksschule Ottmanach hätten schließen wollen, hätten wir das längst gemacht. Uns geht es aber um eine zukunftstaugliche Lösung für alle." 

Zukunftsorientiert

Im Rahmen von Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden wolle man, so Scherwitzl, unaufgeregt und zukunftsorientiert erarbeiten, was das Beste für die Gemeinde und vor allem für die Schüler ist. Lueder zweifelt daran: "Wir werden sehr genau darauf schauen, dass dieser Schulentwicklungsprozess nicht zu einer reinen Beruhigungspille für die Bevölkerung wird und letztendlich bereits vorgefertigte Lösungen präsentiert werden."
Bgm. Scherwitzl verweist darauf, dass die Bundesregierung eine Offensive für Ganztagsschulen verfolge, was für die Schulentwicklung wesentlich ist. "Schon jetzt besuchen von 130 Volksschulkindern 90 den Hort. Die Idee der Ganztagsschule wird somit zu einem hohen Prozentsatz bereits gelebt, und zwar freiwillig und kostenpflichtig." Allerdings: "Für das nächste Schuljahr wurde die vierte Hortgruppe nicht mehr bewilligt. Das ist die einzige Schließung, die bislang fix ist."

Sinkende Schülerzahlen

Was die Volksschule Ottmanach betrifft, verweist der Bürgermeister auf die sinkenden Schülerzahlen hin. "Ottmanach steuert auf eine einklassige Volksschule hin, das heißt: Alle vier Schulstufen werden in einer Klasse unterrichtet." Da die Eltern selbst entscheiden können, wo sie ihre Kinder anmelden, bestehe die Gefahr, dass die Eltern ihre Kinder lieber in einer vierklassigen Schule, also in St. Thomas, sehen. "Diese Tatsache sowie die Zukunft der Musikschule, eine qualitätsvolle Nachmittagsbetreuung etc. fließen in den Diskussionsprozess mit den Eltern ein, der zum Ziel hat, das Beste für die Kinder zu erreichen."

Technisches Interesse wecken

Gemeinderat Lueder regt zudem an, über eine naturwissenschaftlich-technische Ausrichtung der Schule nachzudenken: "Im Hinblick auf die Entwicklung Kärntens zu einem Technologieland fordern wir dringend, an die Zukunft zu denken, um bei den Kindern, speziell auch bei Mädchen, schon früh das Interesse an technischen Berufen zu fördern, um damit für spätere Arbeitsplatzsicherheit zu sorgen und dem immer eklatanter werdenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken."
Der Diskussionsprozess ist, so Scherwitzl, bereits angelaufen, die Gespräche und Strategiegruppensitzungen mit den Eltern werden laufend durchgeführt, bis man zu einem für alle positiven Ergebnis gelange.

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