Prävention steht im Zentrum

Präventionsarbeit mit Jugendlichen ist ein Schwerpunkt im Bezirk, so Alfred Fina
  • Präventionsarbeit mit Jugendlichen ist ein Schwerpunkt im Bezirk, so Alfred Fina
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  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Eine leichte Steigerung von 3,6 Prozent gab es bei Kriminaldelikten im Bezirk, berichtet Alfred Fina vom Bezirkspolizeikommando Klagenfurt Land. Diese sei auf einen Anstieg der Eigentumsdelikte zurückzuführen (siehe Infobox links), leichte Anstiege verzeichnete man bei Delikten gegen Personen (Körperverletzung, Delikte gegen die Freiheit etc.). Fina: „Bei Suchtgiftdelikten gab es ein Minus von 23 Prozent, aber deshalb, weil die eigene Ermittlungsgruppe aufgelöst wurde.“
Auffällig war im letzten Jahr eine Einbruchsserie (rund 32 Fälle) in Firmen, Büros und Lagerhallen im Bereich der Stadtgrenze, nahe der Autobahn (Ebenthal, Poggersdorf, Grafenstein). „Die Objekte, in die eingebrochen wurde, befanden sich am Rand des Siedlungsbereichs, sodass die Täter Fluchtmöglichkeiten ins Gelände hatten. In der Zeit stand der Mais hoch“, berichtet Fina. Aufgeklärt wurde die Serie bisher nicht – zu den DNA-Spuren fehlt noch eine Identifizierung.

Prävention in allen Schulen
Einen Schwerpunkt legt die Polizei im Bezirk ganz klar auf Präventionsarbeit, mit der man der steigenden Kriminalitätsentwicklung im Umfeld des Ballungszentrums entgegenwirkt. „Wir konzentrieren uns auf (Gewalt-)Prävention in Schulen und Jugendeinrichtungen. In allen Schulen des Bezirks werden Projekte durchgeführt, die sich auf das ganze Schuljahr erstrecken.“ Insgesamt wurden schon 323 Beratungen in diesem Bereich abgewickelt, dabei konnten ca. 2.400 Personen erreicht werden.
Die in den Städten vermehrt vorkommenden Betrugsfälle im Internet und übers Telefon bemerkt Fina im Bezirk nicht verstärkt. „Die Frage ist, ob solche Fälle überhaupt angezeigt werden. Am Land ist die Anonymität auch nicht so groß, das hilft.“ Generell empfehlenswert ist, das Kleingedruckte bei Verträgen genau zu lesen. Fina: „Oft steht dort, man erklärt sich bereit, dass eigene Daten weiterverkauft werden dürfen. Unterschreibt man, ist das legal.“

Zur Sache - Zahlen:
Gesamtdelikte: 2.550 (2010) – 2.643 (2011) = + 3,6 Prozent

Aufklärungsquote: stieg von 55,4 auf 55,6 Prozent.

Ausschlaggebend für die Steigerung war ein Anstieg bei Eigentumsdelikten von 1.388 (2010) auf 1.545 (2011) = + 11,3 %.

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