Regionaler Genuss-Shop in Ferlach geplant

Im Schloss Ferlach will man den regionalen Genuss-Shop einrichten. Es wären nur geringe Adaptierungen notwendig
  • Im Schloss Ferlach will man den regionalen Genuss-Shop einrichten. Es wären nur geringe Adaptierungen notwendig
  • Foto: Stadtgemeinde Ferlach
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

FERLACH (vp). In der Ferlacher Gemeinderatssitzung gestern Abend wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, in der Büchsenmacherstadt einen regionalen Genuss-Shop zu installieren bzw. als Leader-Projekt einzureichen. Vorbild ist das "Haus der Region" im Lavanttal. Das Vorhaben ist auch ein Ergebnis des im letzten Jahr durchgeführten Ortskern-Entwicklungsprozesses mit Bürgerbeteiligung.

Kooperation mit Schulen

Als Standort für den Genuss-Shop bietet sich das Schloss an. Angeboten werden sollen regionale Produkte aus dem Bereich Kulinarik - ergänzt um Genussland Kärnten-Produkte - und welche zum Verschenken. "Also Rosentaler Schmankerln und Souvenirs bzw. Kunsthandwerk. Hier ist auch eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen - vor allem mit der HTL - angedacht, was etwa das Anfertigen von Souvenirs betrifft", erklärt Bürgermeister Ingo Appé. "Im Genuss-Shop wären dann auch Produkt-Verkostungen oder Lebensmittel-Workshops möglich."

Hohe Förderung möglich

Das Projekt läuft über die Ferlacher Kommunal GmbH und soll als Leader-Projekt eingereicht werden, denn so wäre eine EU-Förderung von rund 100.000 Euro (netto) möglich. Appé zu den geschätzten Kosten: "Die belaufen sich auf rund 160.000 Euro netto. Für die entsprechenden Räumlichkeiten sind allerdings nur geringe Adaptierungen nötig." 
Was die laufenden Kosten betrifft, soll sich der Shop selbst erhalten. Der Plan: Produzenten, deren Erzeugnisse angeboten werden, zahlen für ihre "Ausstellungsfläche" einen Monatsbeitrag. Vorgesehen ist auch, eine kleine Umsatzbeteiligung an verkauften Produkten einzuheben. Mögliche Rosentaler Produzenten werden bereits aktiv informiert. Das Interesse ist laut Appé da.

Jobs für Langzeitarbeitslose

Vier Mitarbeiter wären für den Betrieb nötig. "Das Projekt hat auch einen sozialen Aspekt, denn wir wollen den Mitarbeiterbedarf über das AMS-Beschäftigungsprogramm mit Langzeitarbeitslosen decken", so Appé.

Win-Win-Situation

Das Schloss als Standort hätte auch noch einen Vorteil: Durch die zu erwartende zusätzliche Frequenz durch den Genuss-Shop könnte in weiterer Folge auch das Büchsenmacher- und Jagdmuseum ganzjährig geöffnet halten. Appé: "Und bei Veranstaltungen im Rondeau könnte man über den Shop kleine Caterings oder Verkostungen anbieten."
Ziel ist - neben der Absatzförderung für regionale Lieferanten - auch in Sachen Ortskernbelebung, Besuchern der Tscheppaschlucht oder Radlern auf dem Drauradweg einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, das Ferlacher Ortszentrum zu besuchen.  

Weitere Themen aus dem Gemeinderat

  • Altpapierentsorgung: Die Umstellung auf ein Holsystem wurde beschlossen. Erfahrungen aus anderen Gemeinden hätten gezeigt, dass sich so die Restmüll-Menge reduziert und auch die große Menge an oft unansehnlichen Müllinseln. Umwelt-Stadtrat Ervin Hukarevic: "So wird für uns die Müllentsorgung günstiger. Wir werden nun Angebote bei Entsorgern einholen, noch heuer soll eine Entscheidung fallen." Ziel ist, dass die Altpapiercontainer (240 Liter) und die Entsorgung (alle sechs Wochen) für die Ferlacher kostenlos ist. "Wichtig ist dabei eben, dass man sich an die Mülltrennung hält", so Hukarevic. "Für die Entsorgung von Kartonagen und größere Altpapier-Mengen steht natürlich weiterhin das Altstoffsammelzentrum bereit. Die Anzahl an Müllinseln wird sich reduzieren, jedoch wird es an strategischen Punkten weiterhin Altpapiercontainer geben."
  • Metallverpackungen müssen ab 1. Jänner 2018 im "Gelben Sack" entsorgt werden. Der Abhol-Intervall wird von acht auf sechs Wochen verringert. Auch die Metallcontainer fallen damit weg.

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