Bahnlärm
Resolution für Nachtfahrverbot

Güterzüge im Nachtverkehr sorgen weiter für Diskussionen.
  • Güterzüge im Nachtverkehr sorgen weiter für Diskussionen.
  • Foto: Steindl
  • hochgeladen von Sabrina Strutzmann

Bei der letzten Gemeinderatssitzung in Krumpendorf am 19. Dezember 2019 wurde vom Gemeinderat eine parteiübergreifende Resolution für ein Nachtfahrverbot für laute Güterzüge eingebracht. Diese richtet sich an das Land Kärnten, sich für ein Nachtfahrverbot lauter Güterzüge beim Bundesministerium einzusetzen. Ziel der Bürgerinitiative "Stop dem Bahnlärm" ist es weiters, dass die Resolution auch in anderen vom Bahnlärm betroffenen Gemeinden eingebracht wird. Auch vom Verein "Fahrgast Kärnten" gibt es Unterstützung für die Resolution. Laut Obmann Markus Lampersberger muss die Ursache jedoch an der Quelle bekämpft werden: "Ziel wäre es europaweit auf lärmarme Güterzüge umgerüstet wird." Ein längerer Prozess, jedoch müssen Güterzüge einfach fahren – vor allem in der Nacht. 
Im Büro Landesrat Schuschnig sei bis heute jedoch keine Resolution eingelangt. Ein Nachtfahrverbot in dieser Kategorie gibt es nur in der Schweiz (nicht EU). In Deutschland wird eines in Kraft treten. Der Bund hält es aber für rechtswidrig (wettbewerbsverzerrend) und wartet vorerst eine EU-Stellungnahme zum deutschen Fahrverbot abgibt.

"Leise Strecken" geplant

Damit die Bevölkerung beim Lärmschutz aber nicht auf der Strecke bleibt, hat die Bundesregierung einen anderen Weg eingeschlagen.
Sie hat der EU die sogenannten „Leisen Strecken“ (TSI-Noise-Strecken) gemeldet. Diese sollen durch einen neue europäische Lärmschutzverordnung in den sogenannten lärmarmen Korridor der EU aufgenommen und bis 2024 umgesetzt werden.
Auf „leisen Strecken“ dürfen nur noch Güterzüge fahren, die auf modernes Material umgerüstete wurden. Durch eine Umrüstung auf leise Bremstechnologien kann eine deutliche Entlastung der Bevölkerung durch den Schienenlärm erzielt werden.
Damit auch die „Leisen Strecken“ für Kärnten in den lärmarmen Korridor aufgenommen werden können, haben LR Schuschnig und LR Gruber gemeinsam ihre Forderungen an den Bund im September 2019 gerichtet und die Strecken für Kärnten gemeldet.
Dabei wurden die gesamte Südbahn und die Tauernbahn als „Leise Strecken“ an das BMVIT gemeldet.

Autor:

Sabrina Strutzmann aus Klagenfurt

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