Verein 9210.at
Volksbegehren für Bahnlärm-Untersuchungen

Verein 9210.at startet Gemeindevolksbegehren: Eine lärmtechnische Untersuchung soll durchgeführt werden.
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  • hochgeladen von Sabrina Strutzmann

Der Verein 9210.at-Lebenswertes Pörtschach sieht Handlungsbedarf in puncto Bahnlärm-Schutzmaßnahmen. 

PÖRTSCHACH. Die Lärmbelastung durch Eisenbahn und Autobahn ist für große Teile der Bevölkerung in Pörtschach mittlerweile unzumutbar. Die Betroffenen fordern daher seit Jahren vehement die Verbesserung der Lärmschutzmaßnahmen. "Dennoch hat die Gemeinde unter der Führung von ÖVP-Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz bisher offenbar nicht die notwendigen Schritte dafür gesetzt", ärgert sich Florian Pacher, Obmann des Vereines 9210.at. 
„Laut Information vom Land Kärnten hat die Bürgermeisterin seit Oktober 2018 bereits mehrfach das Angebot bekommen, eine umfassende lärmtechnische Untersuchung hinsichtlich der Eisenbahn in Pörtschach durchzuführen – bis dato wurde diese aber nicht von ihr beauftragt“, erklärt Pacher. Diese Verzögerung sei ihm unerklärlich, denn nur diese Untersuchung eröffnet in weiterer Folge die Umsetzung von Verbesserungen und Lückenschlüssen der bestehenden Lärmschutzwände. Selbst die Kosten dafür sind überschaubar – da der Zentralraum besonders betroffen ist, werden die Kosten geteilt: 50 Prozent zahlen die ÖBB, 25 Prozent das Land Kärnten und 25 Prozent bleiben für die Gemeinde übrig. "Im konkreten Fall wären es Kosten von 10.000-12.000 Euro für die Gemeinde Pörtschach" so Pacher.

Gemeindevolksbegehren gestartet

„Als Konsequenz starten wir ein Gemeindevolksbegehren, welches die umgehende Beauftragung einer solchen lärmtechnischen Untersuchung fordert – zunächst für die Eisenbahn", sagt der Obmann. 120 Unterschriften werden benötigt, damit der Antrag im Gemeinderat behandelt werden muss. 
Die Bürgermeisterin hat die Pörtschacher laut Pacher im Stich gelassen: „Regelmäßig wurde betont, wie wichtig das Thema doch sei, aber offenbar folgten den Worten keine entsprechenden Taten – es ist ein Skandal.“
Zur Unterschriftenliste: www.9210.at/laermschutz

Analyse ist vorhanden

"Als Bürgermeisterin einer betroffenen Gemeinde entlang der Bahnstrecke bin ich besonders bemüht, alle möglichen und auch sinnvollen Maßnahmen in die Wege zu leiten", sagt Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz . Es ist bereits eine genaue Analyse vom Gemeindegebiet vorhanden. "Experten sagen klar, dass keine weitere ausführliche Studie nötig ist, da es keinen nennenswerten Änderungen in den Parametern gegeben hat", informiert die Bürgermeisterin. 

Gemeinsam gegen Bahn-Lärm

"Insgesamt halte ich es für sinnvoll und auch verantwortungsvoll, gemeinsam mit den anderen betroffenen Bürgermeistern entlang der Strecke zu arbeiten, damit nicht jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen kocht und die Ausgaben für Maßnahmen vervielfacht", so Häusl-Benz. Deshalb gab es auf ihre Initiative eine Besprechung gemeinsam mit dem Kärntner Gemeindebund am 3. Februar 2020. "Gemeinsam treten wir auch in Wien auf, um hier mit dem Korridor für den Güterverkehr in den Rahmenplan zu kommen", sagt die Bürgermeisterin. Es ist einiges getan worden und weiteres auf Schiene: Fensterförderung für stark Betroffene, die Aufnahme der Strecke in den leisen Korridor der EU (TSI Noise) mit der Halbierung des Geräuschpegels, sowie eine Messstation auf der aktuellen Strecke.
Derzeit gibt es im Bund eine Petition aus Kärnten. "Ich empfehle jedem, diese zu unterschreiben, um das Ausmaß der Betroffenheit klar sichtbar zu machen. In enger Zusammenarbeit mit dem Verein "Stop den Bahnlärm" bin ich bestrebt, auch weiterhin für eine Verbesserung entlang der Wörtherseebahn zu kämpfen", so die Bürgermeisterin. 

Ähnliche Situation 

Auch in Krumpendorf kämpft man mit dem Bahn-Lärm. 2017 wurde darüber im Gemeinderat aufgrund eines Lärmgutachtens diskutiert, da das Gutachten für den ausgewählten Streckenabschnitt wo es keine Lärmschutzwände gibt, empfohlen hat die Lärmschutzwände diese fortzuführen. Der Gemeinderat lehnte damals aber eine Realisierung des Lückenschlusses mehrheitlich ab. Das Problem sei die Finanzierung.
"Aus meiner Sicht hätte man das Geld für das in Auftrag gegebene Gutachten besser investieren können – für die Jugend für einen neuen Sakterpark, den es übrigens bis heute nicht gibt – wenn man dann nicht bereit ist auch ein Geld für den Lärmschutz zu setzen", so FPÖ Gemeinderat Markus Steindl. 

Handlungsbedarf gegeben 

Auch die Bürgerinitiative ist über die Situation in Pörtschach verärgert: "Es ist ein untragbarer Zustand, der wieder einmal zeigt, dass hier akuter Handlungsbedarf gegeben ist."
Die Bürgerinitiative fordert, dass diese Angelegenheit endlich zur Chefsache erklärt wird und Messungen unverzüglich gestartet werden müssen.
"Die lärmgeplagte Bevölkerung hat es satt, stiefmütterlich behandelt zu werden", so Christoph Neuscheller, Obmann der Bürgerinitiatve.

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