Bürger besorgt über Asylheim-Pläne

Ob in Ferlach ein Asylheim installiert wird, ist noch nicht fix. Bürger sind jedoch verunsichert
  • Ob in Ferlach ein Asylheim installiert wird, ist noch nicht fix. Bürger sind jedoch verunsichert
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  • hochgeladen von Vanessa Pichler

(vp). Mitte September gab LH Gerhard Dörfler nach einer Regierungssitzung bekannt, dass Kärnten 150 zusätzliche Asylwerber aufnehmen wird. Es sei nicht einfach, geeignete Objekte zu finden. Aber man stehe mit drei Betrieben in Klagenfurt sowie je einem in St. Kanzian, Unterloibl bei Ferlach, Maria Saal und Pöckau bei Arnoldstein vor dem Vertragsabschluss.

Proteste vorprogrammiert

Die betroffenen Bürgermeister - Ingo Appé (Ferlach) und Anton Schmidt (Maria Saal) - fühlen sich übergangen. "Es gab absolut keine Vorinformation", so Appé. "Es waren schon viele besorgte Bürger bei mir und haben eindeutig festgestellt, dass sie gegen ein Asylheim in Unterloibl sind. Sollte das Land wirklich in dieser Richtung etwas unternehmen, wird es massive Protestaktionen geben", kündigt er an. Auch Schmidt - er hat mittlerweile neue Informationen - ärgerte sich anfangs: "Offiziell hat niemand mit uns gesprochen und dann kamen die vielen Anrufe verunsicherter Bürger. Schon vor Jahren gab es diese Idee, die jedoch wieder fallengelassen wurde, da man keine geeignete Unterkunft fand." Schmidt (ÖVP) bat einen FPK-Kollegen, bei Dörfler nachzufragen. "In St. Donat sei ein Heim geplant. Man hat anscheinend Maria Saal mit St. Veit verwechselt."

Resolution an Land

Die WOCHE erkundigte sich bei Dörfler zum Status quo. Die Vorerhebungen bzw. Verhandlungen seien noch im Laufen. Ob die 150 Asylwerber in allen genannten Orten Quartiere beziehen, sei noch nicht fix. Gestern, Dienstag (nach Redaktionsschluss der WOCHE), gab es beim österreichweiten Asyl-Gipfel weitere Gespräche. Auf die Verunsicherung der Bürger angesprochen, meint Dörfler: "Wir arbeiten an einer für alle verträglichen Lösung." Fakt sei, dass die Erstaufnahmestelle in Traiskirchen aus allen Nähten platzt und man sich an die Vereinbarungen mit dem Bund, 150 Asylwerber aufzunehmen, halten müsse.

Appé vertritt jedoch einen klaren Standpunkt: "Ferlach war nach dem Krieg in Jugoslawien betreffend Asylwerber sehr großzügig. Daher ist es für uns nicht einsehbar, warum wir nun schon wieder herhalten sollen." Ein Dringlichkeitsantrag der SPÖ, der Gemeinderat möge sich gegen ein Asylheim aussprechen, wurde mehrheitlich angenommen. Die Landesregierung erhält nun eine Resolution. Das Land solle andere Entscheidungen schneller treffen, spricht Appé die Causa Mittelzentrum an.

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