Matthias Köchl will in Krumpendorf Bürgermeister werden

Matthias Köchl will in Krumpendorf Bürgermeister werden und sieht sich als "Moderator"
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KRUMPENDORF (vp). Was viele schon munkelten, ist nun amtlich: Matthias Köchl (Grüne) tritt bei den Bürgermeisterwahlen in Krumpendorf an. Bei der internen Wahl wurde er mit 100 Prozent gewählt. Thematisch will er auf den Ausbau von Erneuerbaren Energien setzen. Köchl sprach mit der WOCHE über seine Beweggründe.

WOCHE: Wie kam es zu dieser Entscheidung?

KÖCHL: Ich bin kürzlich nach Krumpendorf gezogen und will dort, wo ich wohne, etwas bewirken. Außerdem ist Krumpendorf eine grüne Hochburg. Bei den letzten Nationalratswahlen fehlte nur ein Prozent für die Grünen, stärkste Kraft zu werden.

Wie beurteilen Sie Ihre Ausgangssituation?
In Krumpendorf wird zuviel gestritten. Oft geht es nicht mehr um Verbesserungen für alle, sondern um Partei- und Einzelinteressen. Ich kenne das ganze Hickhack nicht und sehe mich als Ansprechpartner für alle Leute, nicht als Partei-Bürgermeisterkandidat. Ich will dafür sorgen, dass die beste Idee, das beste Argument, gemeinsam umgesetzt werden.

Ist Ihr erst kürzlicher Zuzug nicht ein Nachteil?
Dass ich neu bin, ist ein Vorteil, weil ich eben alte Konflikte nicht kenne und als Moderator zwischen den Fronten wirken kann. Außerdem ist Krumpendorf eine Zuzugsgemeinde. Der halbe Ort ist quasi ,fremd' wie ich. Alteingesessene werden mich aber sicher kritisch beäugen.

Sie wollen kein Partei-Bürgermeisterkandidat sein, sondern?
Ich will die Menschen im Ort viel öfter nach ihrer Meinung fragen, sehe mich überparteilich, und will für alle da sein, nicht nur für grüne Wähler. Ich will Bürgerbeteiligung ernst nehmen, da gibt es genügend Modelle - etwa den Bürgerrat.

Was mögen Sie an der Gemeindepolitik? Sie sind ja schließlich auch Nationalrat.
Es ist für mich faszinierend, unmittelbar etwas bewegen zu können und auch die Ergebnisse zu sehen, nicht nur herumzutheoretisieren.

Was muss sich Ihrer Meinung nach in Krumpendorf tun?
Das Ortszentrum hat sich nicht gut entwickelt, es gibt viele leerstehende Geschäfte. Die Parkraumbewirtschaftung ist eher eine einer Stadt, nicht einer Landgemeinde, und wäre auch zu hinterfragen. Aber im Endeffekt müssen die Bürger sagen, was sich in Krumpendorf ändern muss.

Zur Person:

Matthias Köchl (37) ist seit 14 Jahren selbständiger Unternehmer und war elf Jahre lang Gemeinderat von Klagenfurt, wo er vorher wohnte. Gemeindepolitische Erfahrung sammelte er auch als Vorsitzender im Ausschuss für Tourismus und Hochbau.
Seit der letzten Nationalratswahl ist Köchl auch im Parlament. Als Nationalrat sitzt er in den Ausschüssen für Wirtschaft und Industrie sowie für Umwelt.

Weitere Listenplätze:

Auf Listenplatz 2 kandidiert Anna Karina Müller. Die Angestellte wird erst im Dezember 18 Jahre alt und will eine starke Stimme für die Jugend sein. Auf Platz 3 steht die Angestellte Stefanie Stathopoulos-Dohr.

"Grüne Stärke" in Krumpendorf:

Bei der letzten Nationalratswahl lieferten die Grünen in Krumpendorf ein starkes Ergebnis ab: Sie wurden erstmals zweitstärkste Kraft (346 Stimmen, 20,3 Prozent) hinter der SPÖ (21,8 Prozent) mit 371 Stimmen.

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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