Raser in Siedlung regen auf

Überschreitungen des Tempolimits in 30er-Zonen regen in Ferlach die Anrainer auf. Sie fordern asphaltierte Bodenerhebungen
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Seit ungefähr zwei Jahren wird die Stadtgemeinde Ferlach von Anrainern mit einem Problem konfrontiert, das wohl in mehreren Gemeinden auftritt: das Nichteinhalten vom Tempolimit in den 30er-Zonen, verbunden mit Lärmbelästigung und einer ständigen Gefahrenquelle – vor allem für Kinder.

„Die Gemeinde blockiert“
Schützenhilfe bekommen die Anrainer (etwa in der Unter-bergner Straße, Schießstattgasse, Reßnigweg und Georg-Lora-Straße) von den Gemeinderäten der Volilna skupnost Borovlje/Wahlgemeinschaft Ferlach. In mehreren Anträgen fordern sie den Bau von Straßenhindernissen in den Wohnsiedlungen sowie eine Evaluation aller neuralgischen Wohnsiedlungsstraßen. Adrian Kert, selbst betroffener Anrainer, zur WOCHE: „Die Stadtgemeinde blockiert. Es wird damit argumentiert, dass das Problem nicht gegeben ist und dass die vorgeschlagenen asphaltierten Bodenerhebungen angeblich von der Bevölkerung abgelehnt werden.“ Dabei, so Kert, seien diese „Hindernisse“ eine erprobte Maßnahme in vielen Gemeinden und dazu noch kostengünstig. Mittlerweile hätten einige Nachbarn seines Wissens schon selbst bei der Gemeinde urgiert.

Polizist zwei Tage „überlebt“
Die WOCHE fragte bei Verkehrsreferent Vize-Bgm. Christian Gamsler nach, ob sich die Stadtgemeinde des Problems annimmt. Zwei Mal seien Kerts Anregungen schon im Tiefbauausschuss behandelt worden. „Die Lösung mit Bodenschwellen wird in Ferlach generell nicht durchgeführt. Sobald wir damit anfangen, hätten wir hier dann etliche einzurichten, die wir uns ohnehin baulich nicht leisten könnten“, so Gamsler. „Weiters sind Bodenschwellen bei der Schneeräumung ein extremes Hindernis.“
In der Unterbergner Straße seien jedoch andere Maßnahmen gesetzt worden: „Verstärkte Bodenmarkierungen und der Einsatz eines Polizisten-Aufstellers. Der hat genau zwei Tage dort überlebt – Totalschaden infolge von Vandalismus.“ Dies habe die Gemeinde 1.000 Euro gekostet. Derzeit sei wieder ein mobiles Messgerät im Einsatz, das ein durchschnittliches Tempo zwischen 36 und 42 km/h ausweist.
Gamsler: „Es sind keine überhöhten Anrainerbeschwerden zu vermelden. Anrainer beschweren sich eher über den schlechten Straßenzustand in der Unterbergner Straße.“ Mit der Verordnung von 30er-Zonen auf allen Gemeindestraßen sei gelungen, die Geschwindigkeit generell zu reduzieren.

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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