Weltklasseleistung wurde mit Einladung zu den amerikanischen X-Games belohnt

Hanno Douschan liegt in Führung. Beim Weltcupauftakt war kein Gegner im Rückspiegel sichtbar
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MARIA SAAL. WOCHE: Sie waren letztes Wochenende auf Intensivtraining am Pitztaler Gletscher. Wie ist ihr aktueller Genesungs- und Fitnesszustand nach der dreiwöchigen Verletzungspause?
DOUSCHAN: Wider erwarten sehr gut. Mein Sprunggelenk macht mir keine Probleme mehr. Nach einer anfänglichen, vorsichtigen Gewöhnungsphase, war ich einhundert Prozent schmerzfrei. Dafür gilt mein Dank dem Betreuerstab im Olympiazentrum Kärnten, den ÖSV Trainern, aber auch meiner privaten Physiotherapeutin.

Das heißt, ihrem nächsten Weltcupauftritt im Deutschen Feldberg (20. Jänner) steht nichts mehr im Wege. Mit welchen Erwartungen werden Sie anreisen?
Ich werde versuchen, an meinem erfolgreichen Saisonstart anzuknüpfen. Zwei Siege beim topbesetzten Europacup am Pitztaler Gletscher, der zehnte Weltcuprang in Montafon zeigen auf, ich bin auf dem richtigen Weg. Die Einladung zu den amerikanischen X-Games ist der Lohn dafür.

X-Games?
Ist ein Einladungsrennen in Aspen. Hier messen sich die 24 weltbesten Boardercrossrennläufer.

Werden Sie daher auf einer härteren Schuhschale umsteigen, um einer neuerlichen Verletzung nun vorzubeugen?
Nein, das würde keinen Sinn ergeben. Je härter die Schale, desto weniger Fahrgefühl. Das sensible Zusammenwirken von Fußgelenk, Zehe, Schuh, Board ist ein wichtiger Erfolgschlüssel.

Thema Board: Legen Sie bei der Entwicklung auch selbst Hand an?
ÖSV, F2 und ich arbeiten im Team. Letzten Sommer konnten so "Hanno Douschan Pro Modelle" entwickelt werden und wird jetzt über den Fachhandel vertrieben.

Warum Freigabe für alle?
Weil ich meine Erkenntnisse weitergeben möchte und Snowboardcross Aufwind benötigt.

Apropos Aufwind: Wo haben Sie ihre persönlichen sportlichen Aufwinde erfahren?
Mit sechs Jahren im Elternhaus. Dann waren der Askö ESV St. Veit, das Sportborg Spittal, der Kärntner Landesskiverband, der ÖSV meine Entwicklungsstationen.

Warum Sportborg Spittal?
Es war für mich der ideale Schultyp um Sport-Bildung-Familie-Wohnort-Freunde erfolgreich zu vereinen. Zudem war unser Jahrgang Carmen Thalmann, Matthias Mayer, Alexander Payer und Co. eine Lebensbereicherung.

Sie sind Kärntens einziges Aushängeschild im Boardercross: Wie könnte dieses Manko behoben werden?
Ich bin nicht aktiv im Landesschiverband tätig. Vielleicht wäre mehr Kommunikation, Zusammenarbeit, Erfahrungsaustausch, Aufklärung ein Weg dorthin. Außerdem fehlt ein eigenes Trainingszentrum.

Boardercross Parcours benötigen aber sehr viel Schnee. Aufgrund des Klimawandels, gibt es immer weniger Naturschnee. Kunstschnee ist aber kostenintensiv. Ihre Lösung?
Durch vorgefertigten Steilkurven- und Hügelkonstruktionen wären weniger Schneemassen notwendig. Diese Einrichtungen wären zudem ortsungebunden. An Ideen sollte es nicht mangeln, es bedarf nur Flexibilität und Willenskraft.

Zur Person
Name: Hanno Douschan
Geboren am: 5. September 1989 in Klagenfurt
Lebensgefährtin: Katrin
Eltern: Harald und Irene
Schwester: Petra
Wohnhaft: Maria Saal
Arbeitgeber: Österreichisches Bundesheer (Heeresportzentrum Faak)
Verein: Snowboard Union Gigasport
Charakterzüge: Frech, direkt, ehrlich, sportlich kämpferisch
Laufbahn: Seit 2010 ausschließlich Boardercrossstarts, davor Parallelbewerbe (Europacup/2004 bis 2010), erster Weltcupstart (Kreischberg/2010), erste Top-Zehn-Weltcupplatzierung (Lake Louis/2013),
Erfolge: Gold (Winter-Universiade 2013/Trentino), Bronze (Snowboard-Juniorenweltmeisterschaft/ 2009), Zehnter Platz bei Olympia (Sotchi/2014)
Trainer: Tom Greil, Gerald Kerschhackl (ÖSV-Nationalteam), Walter Reichelt (Olympiazentrum Kärnten)
Hobbys: Downhillbiken, Enduro, Freeboarden

Zur Sache:

Definition: Snowboardcross (auch BoarderCross, SBX oder BoarderX) ist eine Wintersportart, bei der eine Gruppe von vier bis sechs Rennfahrer gleichzeitig gegeneinander antreten. Es ist eine Abfahrtsstrecke mit Steilkurven, Wellen und Sprüngen zu bewältigen.
Streckenlänge: Von 1.200 bis 1.700 Metern
Sprünge: Bis zu zehn
Sprungweite: Bis zu 30 Meter
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Laufzeit: Von 60 bis 90 Sekunden
Nur eine Regel: Den Gegner umreißen oder ziehen ist verboten
Weltcup: Zehn Bewerbe (Asien, USA, Europa)
Preisgeld: 10.000 Euro/Sieger, bis Rang zehn wird ausgeschüttet
Boardpreis: Zirka 1.000 Euro
Länge/Breite: 164/25,5 Zentimeter
Gewicht: 2,5 Kilogramm
Gewicht: 2,5 kg

Autor:

Peter Tiefling aus Villach Land

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