Campus-Mensa: Detailplanung startet

Die Gemeindevertreter der "Zukunftsorte": Moosburg ist vertreten durch Bgm. Herbert Gaggl (Mitte)
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  • Die Gemeindevertreter der "Zukunftsorte": Moosburg ist vertreten durch Bgm. Herbert Gaggl (Mitte)
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MOOSBURG. Innovativ zu sein, ist in Moosburg Pflicht und so nimmt die Gemeinde am Netzwerk "Zukunftsorte" Teil (siehe unten). Mit drei Schwerpunkten will man sich einbringen: Familienfreundlichkeit bzw. Bildung, Kreativwirtschaft und Energieeffizienz.
Der Bildungscampus Moosburg nimmt weiterhin Gestalt an. Noch im letzten Jahr kamen im Kindergarten zwei Gruppenräume hinzu. Nun wird - sobald es das Wetter zulässt - der Spiel- und Freizeitbereich außen fertiggestellt. An der Gestaltung waren die Kinder beteiligt, wie Bgm. Herbert Gaggl verrät: "Da gab es einen Workshop, damit wir die Vorstellungen der Kinder berücksichtigen können."

Mehrfachnutzung
Der nächste große Schritt ist ein Multifunktionsgebäude, das von Alt und Jung genutzt werden kann. "Da starten wir jetzt mit der Detailplanung. Ausgangspunkt sind die Ideen unserer Bürger bei der Ideenwerkstatt", so Gaggl. Über ein Tunnelsystem soll das Gebäude von jeder Kinderbetreuungseinrichtung bzw. Schule am Campus erreichbar sein. Es soll eine Mensa, einen Mehrzweckraum bzw. Turnsaal und Sitzungsräume enthalten und soll auch für Veranstaltungen genutzt werden. Erste Schätzungen gehen hier von Kosten zwischen sechs und sieben Millionen Euro aus, die Finanzierung ist nach konkreten Planungsergebnissen auszuloten.
Zentral ist ein optimales Raumkonzept, das auch in den Schulen noch verbessert wird. Räumlichkeiten sollen mehrfach genutzt werden, um kostenoptimal zu arbeiten. Gaggl: "Was man nicht sieht: Wir arbeiten ständig an den Bildungsinhalten weiter, was zentral ist."
Und auch der seit zwei Jahren durchgeführte Sommercampus für Kinder von ein bis 14 Jahren wird ausgebaut - mit neuen Angeboten und Schwerpunkten wie etwa Naturwissenschaft, Kunst, Musik oder Sport. "Es gibt dann bei uns im Sommer nur noch zwei Wochen, in denen es keine Nachfrage nach Betreuung gibt."

Weitere Schwerpunkte
Um das Ziel, bis 2020 so viel Energie wie möglich selbst zu erzeugen, zu erreichen, wurde ein eigenes Energie-Team eingesetzt, das etwa an einem Konzept zum Einsatz von Photovoltaik auf öffentlichen Dächern arbeitet. Gaggl: "Wir werden heuer auch unser LED-Straßenbeleuchtungskonzept fertigstellen, die Fernwärme wird erweitert und wir bieten etwa gratis Energieberatung beim Bauen." Ein Projekt ist auch die umweltfreundliche Mobilität.

Dem Wirtschafts-Schwerpunkt versucht man durch das Projekt "Schallar 2" mit Co-Working Arbeitsplätzen für die Kreativwirtschaft gerecht zu werden (die WOCHE berichtete). "Anfragen von Kreativschaffenden haben wir schon. Das ist für uns eine Riesenchance. In Zeiten wie diesen sollte man vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen setzen", weiß Gaggl.

Zur Sache: Zukunftsorte
Die "Zukunftsorte" verstehen sich als Netzwerk- und Bildungsplattform mit dem Ziel, durch interkommunale Kooperationen und die Einbindung der Kreativwirtschaft die Lebensqualität in den Gemeinden zu steigern. Die teilnehmenden Gemeinden - im Endausbau sollen es höchstens 20 sein - sollen voneinander lernen und zusammenarbeiten.

So viel Einsatz als "Zukunftsort" wird auch belohnt. Vermehrt zeiht es vor allem Familien nach Moosburg, es herrscht Wohnungsbedarf. "In Tigring eröffnen wir im April 12 Wohnungen. Rund 50 bis 70 Suchende habe ich auf meiner Liste. Wir arbeiten daran, den Bedarf abzubauen."

Die sieben teilnehmenden Gemeinden und ihre Schwerpunkte:
Moosburg, Kärnten (Bildung)
Zwischenwasser, Vorarlberg (Energieeffizienz beim Bau)
Hinterstoder, Oberösterreich (Kreativwirtschaft, Tourismus)
Werfenweng, Salzburg (santmobiler Verkehr, klimaneutrale Energielösungen)
Munderfing, Oberösterreich (erneuerbare Energie)
Neckenmarkt, Burgenland (erneuerbare Energie)
Nenzing, Vorarlberg (Kultur, Energieeffizienz)

Infos: www.zukunftsorte.at

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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