02.10.2016, 17:21 Uhr

Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

Auch dieses Jahr war ich im Sommer unterwegs um das faszinierendste Insekt das in Kärnten in unseren Gärten und auf Wiesen lebt zu finden. Gefunden hab ich über 100 Stück der einzigen in Mitteleuropa vorkommenden Fangschrecke. Dabei sind einige interessante Bilder endstanden. Das die Weibchen ihre Männer nach der Paarung fressen stimmt nicht ganz. Manche werden schon während dem Akt gefressen, andere sind schnell und können früh genug das weite suchen. Bei der Futterwahl sind die Gottesanbeterinen nicht wählerisch. Alles was überwältig werden kann wird gefressen und es spielt keine Rolle ob es dabei um eine Artgenossin handelt.

Hier noch etwas wissenswertes zur Mantis religiosa:

Die europäische Gottesanbeterin ( Mantis religiosa ) ist die einzige in
Mitteleuropa vorkommende Vertreterin der Fangschrecken.
Weibchen werden bis zu 75mm groß. Die Männchen hingegen werden
deutlich kleiner, sie werden ca. 60mm.
Die Grundfärbung reicht von zart grün bis braun. Bei jeder Häutung passt
sich die Farbe der Umgebung an. Ein typisches Merkmal ist ein schwarzer
Fleck an den Innenseiten der Fangarme.
Auffallend sind der verlängerte Halsschild und der große dreieckige sehr
bewegliche Kopf. Die Augen sitzen seitlich am Kopf und können bis zu
360 Grad rundum sehen.
Sie besitzt vier Beine, mit denen sie sich fortbewegen und sich sehr gut
überall festhalten kann. Die beiden Fangarme dienen zum fangen und
festhalten der Beute und sind mit Dornen bestückt.
In Ruhe und Lauerstellung werden die Fangarme unter dem Kopf
gebetsartig zusammengehalten, daher der Name Gottesanbeterin.
Um die Beute zu fangen schnellen die Fangarme mit einer großen
Geschwindigkeit nach vorne und wird dann mit den Dornen festgehalten.
Zur Beute gehören hauptsächlich Heuschrecken, Schmetterlinge, Bienen
und andere Insekten. Die Beutetiere sind oft sogar größer als die
Gottesanbeterin selbst.
Im Mittelmeerraum besiedeln die Gottesanbeterinnen unterschiedliche
Lebensräume. In Mitteleuropa ist sie dagegen auf Wärmeinseln
beschränkt.
Optimal getarnt halten sich die Tiere vor allem in dichtem Pflanzengewirr
von Hochstauden und besonnten Weg und Waldrändern auf.
In Kärnten kommen sie häufig im Klagenfurter Becken, sowie im Raum
Völkermarkt häufiger vor.
Ende Mai bis Anfang Juni schlüpfen ca. 6mm lange Larven aus der Oothek
( Eipaket ). So ein Eipaket enthält ca. 100-200 Junge, wovon max. 10%
das Erwachsenenstadium erreichen.
Das Erwachsenenstadium nennt sich Adult. Bis dahin häuten sich die
Mantiden 6-7 Mal. Tiere beiden Geschlechts besitzen
Flügel, wobei nur die Männchen fliegen können. Weibchen sind
Standorttreu.
Mitte August ca. 14. Tage nach der Adulthäutung ist das Weibchen
geschlechtsreif. Männchen etwas früher.
Während der Paarung kann es vorkommen, dass das Weibchen beginnt das
Männchen aufzufressen.
Einige Tage nach der Paarung legt das Weibchen im Abstand von jeweils
14 Tagen mehrere Ootheken ins Gras oder Gebüsch. Mit einer
Spezialhülle eingepackt überwintern die Eipakete bis sie im
darauffolgenden Jahr die Larven schlüpfen.




Lg Franz

(Bilder Franz Wurmitzer)
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Ferdinand Reindl aus Braunau | 02.10.2016 | 17:38   Melden
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Birgit Winkler aus Krems | 02.10.2016 | 17:41   Melden
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Kathi Jelinek aus Mistelbach | 03.10.2016 | 17:52   Melden
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