31.05.2017, 13:25 Uhr

Feistritz ist Glasfaser-Vorreiter

"Baustellen-Besprechung" von LH-Stv. Gaby Schaunig (l.) und Bürgermeisterin Sonya Feinig

In Weizelsdorf werden im Zuge von Straßenbau-Maßnahmen 3,6 km an Glasfasernetz verlegt. Ein Standort-Vorteil.

FEISTRITZ. "Feistritz hat sich als erste Gemeinde auf Neuland gewagt und sich für das Leerverrohrungs-Programm des Bundes angemeldet", lobte LH-Stv. Gaby Schaunig die Vorreiter-Gemeinde, was den Breitband- bzw. Glasfaser-Ausbau betrifft. Damit habe sich die Rosengemeinde auch durch einen echten Förderdschungel durchgearbeitet.
Glasfaser sei unter den Breitband-Formen die Zukunfts-Technologie, da sie für künftige Bandbreiten skalierbar ist. Nun würden immer mehr Gemeinden erkennen, wie wichtig dieses Thema, vor allem für die Standort-Qualität, ist. Schaunig: "Ausbau-Masterpläne werden derzeit in einem Großteil der Kärntner Gemeinden erstellt." Heuer stehen dafür 1,2 Millionen Euro an außerordentlichen Bedarfszuweisungsmitteln zur Verfügung. Schaunigs Wunsch für nächstes Jahr wäre das Doppelte, denn da gehen viele Projekte in die Umsetzung. BZ-Mittel gibt es auch für die "Last Mile", z. B. die Anbindung eines Gewerbeparks ans bestehende Netz.

Weitere Ortschaften ausrüsten

Im Rahmen des großen Straßenbau-Projekts in Weizelsdorf hat man sich für den Glasfaser-Ausbau entschieden, so Feinig. "Es geht um 130 Haushalte und 3,6 km Glasfaser-Netz. Von den 164.000 Euro an Kosten blieben für die Gemeinde rund 40.000 Euro zu finanzieren." Denn 50 Prozent an Förderung floss vom Bund, weitere 50 Prozent auf den Restbetrag vom Land.
Nun wolle man weitere Ortschaften in der Gemeinde erschließen, wofür ein Masterplan, vom Land mit 75 Prozent gefördert, erstellt wird. Vorrangig geht es natürlich um die Wirtschaftsparks, aber auch um das Feriendorf Wahaha.

Projekte in Zell und Poggersdorf

In vielen Gemeinden ist Glasfaser jetzt Thema, so Schaunig: "Und zwar dort, wo z. B. Kanalleitungen oder Straßen gebaut werden. Mittlerweile sind in zwölf Gemeinden ,Fibre to the home'-Projekte im Laufen bzw. geplant." Konkrete Projekte gibt es in Feistritz/Gailtal (bereits fertig), Dellach im Gailtal, Lavamünd, Poggersdorf, Zell, Obervellach, Lesachtal, Villach-Drobollach, Weißensee und Hermagor - also vorwiegend in ländlichen Gemeinden.

Die Förderungen

"Breitbandmilliarde" des Bundes mit drei Förderrichtlinien:
- Leerrohrprogramm
- Backhaul (in Kärnten zu 98 Prozent ausgeschöpft)
- Access (Überförderung in Kärnten: 131 Prozent)

Programm für Kärntner Gemeinden:
- Sonderfinanzierung Breitband-Projekte (50 %)
- Anschluss-Finanzierung Leerrohr-Programm des Bundes auf 75 Prozent
- Breitband-Masterpläne für Gemeinden (75 %)
- W-Lan-Hotspots (50 %)
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