24.08.2016, 08:30 Uhr

Feistritz muss Nachmittagsbetreuung ausbauen

Hortgruppen werden keine mehr genehmigt. Daher muss in Feistritz eine schulische Nachmittagsbetreuung installiert werden (Foto: mev.de)

36 Kinder haben im Hort keinen Platz. Vorgeschrieben wird die Einrichtung einer schulischen Nachmittagsbetreuung.

FEISTRITZ (vp). Der Schülerhort in Feistritz im Rosental - ihn gibt es seit dem Jahr 2004 und er wird vom Kindernest betrieben - ist für 20 Kinder genehmigt. Mit Sondergenehmigung ist auch Platz für 25 Kinder. "Doch bei der heurigen Einschreibung wurden 36 Schüler angemeldet", berichtet Bürgermeisterin Sonya Feinig. Das Problem: Zusätzliche Hortgruppen werden nicht mehr genehmigt. Es ist notwendig, dass der Schulerhalter (die Gemeinde) eine schulische Nachmittagsbetreuung einrichtet.

Lift musste her

Bis zum Schulanfang muss alles fertig sein. "Wir haben unseren großen Werkraum abgetrennt, um einen Raum für die schulische Nachmittagsbetreuung zu schaffen. Außerdem wird ein Terrassen-Zubau gebaut. Vorgeschrieben wird auch Barrierefreiheit, weshalb wir einen Treppenlift anschaffen mussten", so Feinig. Zusätzlich sind Schallschutz-Maßnahmen für die Aula nötig.

Hohe Kosten

Die Kosten belaufen sich auf 160.000 Euro, vom Bund gibt es eine Förderzusage über 55.000 Euro. Feinig ist froh, die Mittel für eine solche unvorhergesehene Maßnahme aufbringen zu können, schließlich sind rund 100.000 Euro zu finanzieren. "Das funktioniert, weil wir über 350.000 Euro an Soll-Überschuss im ordentlichen Haushalt verzeichnen."
Die Nachmittagsbetreuung wird ebenfalls dem Kindernest übertragen, die Tarifgestaltung wurde der Hort-Betreuung angepasst. Feinig: "Der Hort kostet uns als Gemeinde 8.000 Euro im Jahr, mit der schulischen Nachmittagsbetreuung kommen nun noch 4.000 Euro jährlich hinzu."
Gar nicht ohne: In den letzten zehn Jahren wurden im Bereich der Volksschule 1,2 Millionen Euro - unterstützt durch den Schulbaufonds - investiert.

Was sonst noch passiert...

In Weizelsdorf wird gerade fleißig gebaut (die WOCHE berichtete - hier). Das Straßennetz wird erneuert, was Kosten von rund 700.000 Euro verursacht. Zusätzlich wird eine Breitband-Leerverrohrung installiert, wofür es eine 50-prozentige Förderung des Bundes gibt. Ziel ist, auch andere Orte wie St. Johann und Suetschach mit Breitband zu erschließen.
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