15.11.2017, 07:00 Uhr

Feistritz setzt auf Photovoltaik

Im Kulturhaus sollen zusätzliche Räumlichkeiten für Vereine geschaffen werden

Drei Photovoltaik-Anlagen errichtet die Gemeinde zur Selbstversorgung mit Strom auf öffentlichen Gebäuden. Für 2018 ist ein "Bürgerkraftwerk" auf dem Dach der Volksschule geplant.

FEISTRITZ (vp). Als Mitglied der Klima- und Energie-Modellregion Carnica Rosental (KEM) setzt Feistritz auf den Umweltschutz bzw. auf Photovoltaik. Auf dem Gemeindeamt, dem Kulturhaus und dem Dach des Rüsthauses in Suetschach wurden und werden Photovoltaik-Anlagen errichtet - mit einer Leistung von sechs, vier bzw. einem kWp (Kilowatt Peak). Der Strom wird von den öffentlichen Gebäuden selbst genutzt.

"Bürgerkraftwerk" auf der Volksschule

Für 2018 ist in diesem Zusammenhang ein Bürgerbeteiligungsprojekt geplant, wie es schon in der Nachbargemeinde Köttmannsdorf durchgeführt wurde. Das Unternehmen Kärnten Solar soll das "Bürgerkraftwerk" auf dem Dach der Volksschule errichten. Die einzelnen Module der Photovoltaikanlage können von den Bürgern als "Sonnenscheine" gekauft werden. Ab einer Investition von 500 Euro profitiert man als Privatperson von einer jährlichen Rendite von 3,2 Prozent, abgesichert durch staatlich garantierte Fördertarife für Ökostrom.
"112 kWp sind geplant, der Strom soll dann ins Netz eingespeist werden", so Bgm. Sonya Feinig.

Bürgerservicestelle im Amt

Für die Gemeinde entstehen so keine Kosten. Ganz anders bei einem für 2018 geplanten Projekt, der Erweiterung der Kläranlage. Feinig: "Es wird ein weiteres Presswasserbecken notwendig. Die Kosten dürften sich auf 384.000 Euro belaufen."
Investiert wird nächstes Jahr auch in Straßensanierungen und ein neues Kleinlöschfahrzeug für die Feuerwehr Feistritz. Im Gemeindeamt, das 2018 30 Jahre alt wird, sollen Umstrukturierungen der Räumlichkeiten erfolgen. "Wir wollen einerseits die Einrichtung modernisieren und andererseits im Erdgeschoß eine Bürgerservicestelle einrichten", erklärt Feinig.

Zusätzliche Räumlichkeiten für Vereine

Für das benachbarte Kulturhaus schwebt der Bürgermeisterin ebenfalls eine Maßnahme vor. "Wir haben heuer den Eingangsbereich auf der Westseite erneuert. Geplant ist eine Innen- und Außensanierung des Bereichs, wo vor Jahren die Pizzeria war." Dort sollen zusätzliche Räumlichkeiten für Vereine entstehen. Feinig rechnet allerdings mit hohen Kosten: "Unter 200.000 Euro wird sich das - so glaube ich - nicht ausgehen."

Was sonst noch in Feistritz geschieht...

  • Die Gemeinde hat nach erfolgtem Glasfaser-Ausbau (Leerverrohrung) in Weizelsdorf einen Breitband-Masterplan für das Gemeindegebiet ausgearbeitet. Momentan wartet man auf die Förderzusage. Immer, wenn Straßen zu sanieren sind, soll auch die Leerverrohrung mitverlegt werden.
  • Für ein schöneres Ortsbild wurden die Bus-Wartehäuschen erneuert.
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