23.10.2016, 00:16 Uhr

Karnburg

Pfalzkirche Karnburg
Maria Saal: Karnberg | Das Glück war mir holt und ich konnte bei einer Führung welcher ich mich dann anschloß auch die Innenräume dieser wunderbaren Kirche bewundern und werde nun auch euch daran teilhaben lassen.
Die ehemalige Pfalzkirche wurde 927 erstmals urkundlich erwähnt, ist die älteste Kirche Kärntens und eine der ältesten Kirchen Österreichs. Sie ist fast gänzlich in der ursprünglichen Gestalt erhalten. An einen rechteckigen Saalraum schließt ein nahezu quadratischer, aber stark verzogener und nicht in der Hauptachse liegender Chorraum an. Der Bau entstand wohl um 888. Für ihren Bau wurden zahlreiche römische Relief- und Inschriftensteine verwendet; Reste romanischer Wandmalerei (13. Jahrhundert) sind erhalten. Neben der Kirche umfasst die Anlage noch die Annenkapelle, einen kleinen gotischen Bau, und den Verbindungsgang zwischen den beiden Gotteshäusern.
Von der Ortschaft hinauf zur Pfalzkirche führt ein Fußweg, gesäumt von den vierzehn Haltepunkten eines Kreuzweges mit Bildstöcken des Leidensweges Jesu Christi. Eine Kreuzigungsgruppe unweit der Kirche ist fünfzehnte Station und Endpunkt des Passionsweges.
Ein beliebter Fußweg führt von hier aus auf den Ulrichsberg. Nach gut einer Stunde dauernden Anstieg wird der Gipfel des 1.022 Meter hohen Berges, der inmitten des Klagenfurter Beckens liegt, erreicht.
Der Standort erklärt sich mit der Römerstraße die von Aquileia an der Adria über den Plöckenpass, durch das Drautal nach Treffen/Villach, weiter über Feldkirchen und Karnburg in die Provinzhauptstadt Virunum führte. Dazu zählt die heutige Karnburg mit Fürstenstein für das alte Machtzentrum Virunum,
Das Plateau war bereits in der Hallstattzeit besiedelt.
Karnburg war im Mittelalter Zentrum des alpenslawischen Fürstentums Karantanien. Mit der Kolonialisierung Kärntens durch die Baiern wurde es karolingische Pfalz, mit der heutigen Kirche als Pfalzkapelle. Im Frühmittelalter wurde eine Wehranlage mit Palisaden, Mauern, Wällen und Gräben angelegt und im Inneren der Befestigung der karolingische Königshof errichtet. Von der Königspfalz, die am Fuß des Ulrichsbergs stand, ist außer der Kirche nichts mehr erhalten.
Nach Heinz Dopsch hingegen war die Karnburg nicht Sitz der slawischen Fürsten, sondern er bezeichnet sie als Beispiel einer Fluchtburg, die als „ottonische Großburg“ (Herzogspfalz) anlässlich der Einrichtung des Herzogtums Kärnten (976) er- bzw. ausgebaut wurde.

Alfons Lepej
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Erika Bauer aus Bruck an der Mur | 23.10.2016 | 05:33   Melden
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Alfons Lepej aus St. Veit | 23.10.2016 | 11:14   Melden
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Christa Posch aus Ottakring | 23.10.2016 | 15:07   Melden
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Christine Stocker aus Spittal | 23.10.2016 | 15:30   Melden
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Alfons Lepej aus St. Veit | 23.10.2016 | 17:16   Melden
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Friederike Neumayer aus Tulln | 24.10.2016 | 17:43   Melden
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Alfons Lepej aus St. Veit | 24.10.2016 | 17:45   Melden
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Monika Pröll aus Rohrbach | 24.10.2016 | 19:51   Melden
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Alfons Lepej aus St. Veit | 24.10.2016 | 20:11   Melden
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Lisa Lin aus Klagenfurt | 27.10.2016 | 19:47   Melden
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Alfons Lepej aus St. Veit | 28.10.2016 | 18:47   Melden
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Marie O. aus Graz | 03.11.2016 | 22:35   Melden
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