03.05.2018, 07:00 Uhr

Maria Rain: Massive Raumnot in Kinderbetreuung

Das Hilfswerk betreibt schon eine Kita-Gruppe im Mehrzweckgebäude. Nun kommt eine zweite hinzu. Raumnot herrscht auch im Kindergarten (Foto: Ragger)

Provisorischer Zubau beim Mehrzweckhaus ist nötig, um ab Herbst die zweite Gruppe der Kleinkindbetreuung unterzubringen. Neubau von Kindergarten und Kita wird geplant.

MARIA RAIN. Entgegen dem Kärnten-Trend ist Maria Rain eine echte Zuzugsgemeinde. In den nächsten fünf bis sechs Jahren rechnet man mit dem Zuzug von ca. 80 bis 110 Familien. Und schon ab Herbst wird die vom Hilfswerk betriebene Kleinkindbetreuung (Kita) zweigruppig geführt. Durch diese Erweiterung um eine Halbtags-Gruppe müssen auch neue Räumlichkeiten her.

Provisorischer Zubau

Im Mehrzweckhaus, wo schon die erste Kleinkind-Gruppe untergebracht ist, müssen nun Räumlichkeiten adaptiert werden. "Nötig sind ein Gruppen- wie ein Bewegungsraum sowie Sanitäranlagen. Wir adaptieren daher das Erdgeschoß im Mehrzweckhaus, auch ein provisorischer Zubau ist notwendig", erklärt Bürgermeister Franz Ragger.
Provisorisch deshalb, weil mittelfristig die Bemühungen in Richtung Neubau von Kindergarten plus Kita gehen. Man hofft, dass das "Provisorium" nur zweieinhalb Jahre bestehen muss.

Fußballer im Tennis-Gebäude

Derzeit wird das Erdgeschoß vom Fußballverein genutzt. Ragger: "Die Sportler übersiedeln in dieser Zeit in das leerstehende Tennis-Gebäude, der Tennisverein hat sich ja aufgelöst. Dafür mietet die Gemeinde das Tennis-Gebäude an", so Ragger, den es freut, dass sich eine Gruppe gebildet hat, die versucht, das Tennis-Geschehen wieder in Schwung zu bringen.

Für die Adaptierungen plus Miete für das Tennis-Gebäude rechnet Ragger mit Kosten von rund 60.000 Euro - auf 2,5 bis drei Jahre gesehen. Die notwendigen Beschlüsse für diese Maßnahmen sollen im Mai erfolgen.

Stufenplan

Großes Ziel ist allerdings der Neubau von Kindergarten und Kindertagesstätte. Denn auch im Kindergarten herrscht Platzmangel. Je drei Gruppen mit Ausbau-Potential seien notwendig. "Raumnot gibt es überall. Ein Architekt soll einen Stufenplan ausarbeiten, wie man den Neubau angehen kann. Dabei dürfen wir den nötigen Schul-Umbau auch nicht außer Acht lassen. Mit einem solchen Plan können wir dann mit dem Land über Fördermöglichkeiten sprechen", so Ragger.

Durch den Kindergarten-Neubau könnte die Nachmittagsbetreuung dann in den bestehenden Kindergarten siedeln. Das würde auch das Platzproblem in der Volksschule entschärfen. "Mit dem Neubau könnte dann das Mehrzweckgebäude wieder den Vereinen zur Verfügung gestellt werden", gibt Ragger die Marschrichtung vor.
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