17.01.2018, 07:00 Uhr

Neue Mittelschule mit Standort Lassendorf?

Die FPÖ Magdalensberg bringt Lassendorf als Standort für eine Neue Mittelschule im Osten Klagenfurts ins Gespräch (Foto: Pixabay)

FPÖ Magdalensberg bringt die Gemeinde als Standort für eine Neue Mittelschule ins Gespräch. Idee soll in bevorstehende Gemeindeplanung einfließen.

MAGDALENSBERG (vp). Für einen Bildungscampus im Osten von Klagenfurt mit Standort in Ebenthal sprachen sich im vergangenen Jahr Poggersdorfs Bgm. und Schulgemeindeverband-Obmann Arnold Marbek sowie Ebenthals Bgm. Franz Felsberger aus (wir berichteten - hier). Über 300 Jugendliche aus den Gemeinden Ebenthal, Grafenstein, Magdalensberg, Maria Saal und Poggersdorf würden nämlich eine Neue Mittelschule in der Stadt besuchen und die Gemeinden zahlen dafür viel Geld an Schulerhaltungsbeiträgen an Klagenfurt.

Schule "mitdenken"

Nun bringt Gemeindevorstand Joachim Lueder (FPÖ) den Standort Magdalensberg ins Spiel. Via Dringlichkeitsantrag forderte die FPÖ in der letzten Gemeinderatssitzung Überlegungen über die Errichtung einer Neuen Mittelschule mit Ganztagesbetreuung. Gemeinsam mit Poggersdorf erreiche man bald 7.000 Einwohner. Und Magdalensberg plant, begleitet durch ein Planungsbüro und in weiterer Folge mit Bürgerbeteiligung, ein Gemeindezentrum in Lassendorf. Hierbei sollte eine Schule "mitgedacht" werden, meint die FPÖ. 
Lueder: "Das Potential für die vom Schulgesetz vorgesehenen 240 Kinder im Umkreis ist da. Warum müssen Magdalensberger oder Poggersdorfer Kinder immer nach Klagenfurt pendeln? Das Umfeld am Land wäre oft besser." Die Forderung hätte sich aus "vielen Gesprächen mit der Bevölkerung" ergeben.

In Planung einbringen

Die Dringlichkeit, begründet durch die zeitnahe Planung des neuen Ortskonzeptes, hat der Antrag nicht bekommen. Die Angelegenheit wurde an den Bauausschuss verwiesen. Für Lueder kein Grund aufzugeben: "Wir werden dieses Projekt in jedem Fall in die Gemeindeplanung einbringen und auch schon einen möglichen Schwerpunkt der Schule - Sport, Musik, Sprachen, EDV etc. - zum Thema machen. Die Planung für die nächsten Jahrzehnte findet jetzt statt, daher müssen wir auch jetzt handeln." 

Bürgerbeteiligungsprozess abwarten

"Der Antrag wird im Ausschuss behandelt. Er wird geprüft und die Idee wird in die Planungen einfließen", so Bgm. Andreas Scherwitzl. Es stehe den Befürwortern der Neuen Mittelschule natürlich auch frei, sich damit intensiv in den bevorstehenden Gemeindeplanungsprozess einzubringen. 
Trotzdem klingt bei Scherwitzl durch, dass Lassendorf für ihn nicht der ideale Standort ist.

Und auch Marbek, der die Vision einer Neuen Mittelschule für den Osten Klagenfurts einst als erster ansprach, hält Ebenthal aufgrund der Verkehrsströme für den besseren Standort. "Ich würde den Bürgerbeteiligungsprozess abwarten und die Idee im Rahmen dessen besprechen. Analysiert werden muss, ob das Potential, also die Mindest-Anzahl an Schülern, gegeben wäre und ob Lassendorf aufgrund von Verkehrs- und Arbeitsströmen ein guter Standort ist." 
Man dürfe nicht vergessen, so Marbek, dass viele Kinder aus den Gemeinden auch deshalb in Klagenfurt die Schule besuchen, weil die Eltern ohnehin in der Stadt arbeiten. Es komme weiters auf den Schul-Schwerpunkt an, der geboten wird, wenn es um die Schulwahl geht.

Der Antrag:

Aufgrund der demographischen Entwicklung, durch den anhaltend starken Zuzug in die Marktgemeinde Magdalensberg und basierend auf der Tatsache, dass schon gemeinsam mit der Marktgemeinde Poggersdorf bald eine Gesamtzahl von 7.000 Einwohnern erreicht wird, stellen wir (FPÖ Magdalensberg) hiermit den dringlichen Antrag, dass der Gemeinderat folgendes beschließen möge:

Grundsatzbeschluss: Entsprechend dem örtlichen Entwicklungskonzept (Bildungsstandort) ist es beabsichtigt, am Gelände des zu planenden Gemeindezentrums in Lassendorf auch eine Mittelschule (NMS) mit Ganztagesbetreuung zu errichten und der Gemeinderat beauftragt den Bürgermeister, Verhandlungen mit dem Land Kärnten und mit den Nachbargemeinden zur Durchführung und Finanzierung aufzunehmen.

Die Dringlichkeit des Antrages ergibt sich durch den Beschluss unter Punkt 10 und die dadurch resultierende zeitnahe Beauftragung eines Planungsbüros mit der Entwicklung eines Ortskonzeptes, das aus Sicht der FPÖ Magdalensberg auch diese dringliche Baumaßnahme zu enthalten hat, um ein zukunftssicheres und nachhaltiges Konzept zur Entwicklung der Marktgemeinde Magdalensberg erstellen zu können.


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