06.04.2017, 09:34 Uhr

Offizieller Startschuss für KEM Carnica Rosental

Beim Startschuss dabei: die Referenten Christian Stefan und Christian Metschina, LR Rolf Holub, Hausherr Bgm. Ingo Appé und Armin Bostjancic-Feinig (v. l.)

Bis Ende 2018 setzen zwölf Gemeinden in der Klima- und Energie-Modellregion Carnica Rosental geförderte Maßnahmen zum Klimaschutz um.

ROSENTAL. Im Rondeau des Ferlacher Schlosses trafen sich die Protagonisten der Klima- und Energie-Modellregion Carnica Rosental (KEM) auf Einladung von Modellregions-Manager Armin Bostjancic-Feinig zum offiziellen Startschuss der Klimaschutz-Initiative. Ziel ist, die Region bzw. die zwölf teilnehmenden Gemeinden möglichst energieautark zu machen - durch konkrete Maßnahmen, die bis Ende 2018 umgesetzt werden.

Bessere Fördermöglichkeit

Das KEM-Programm ist eine Förderaktion des Klima- und Energiefonds der Regierung. "Durch die Teilnahme an der KEM haben die Projektpartner Zugang zu Förderungen, die sie alleine nicht hätten, was vor allem für kleine Gemeinden ein großer Vorteil ist", strich Bostjancic-Feinig hervor. Projektpartner sind die Gemeinden, aber auch Vereine, Schulen und Institutionen.

Biomasse größtes Potenzial

"Derzeit wird ein regionales Energieteam mit Personen aus allen Gemeinden gebildet. Es entstehen Energiegruppen für die Bereiche Solar, Mobilität, Biomasse, Energieeffizienz und Schule, um konkrete Projekte auszuarbeiten und umzusetzen", so der Manager.
Drei Arbeitsschwerpunkte sind derzeit vordringlich: Im Bereich Biomasse sollen in Kooperation mit der Waldwirtschaftsgemeinschaft Carnica lokale Hackplätze errichtet werden. Bostjancic-Feinig: "Biomasse aus dem Wald ist das größte Potenzial der Region, denn das Rosental bietet große Waldflächen. Daher soll vor allem die energetische Nutzung von regionaler Biomasse erhöht werden."

Klimaschulen

Zweitens sind gemeindeübergreifende Grünschnitt-Sammelplätze - vor allem in den Seengemeinden - geplant. Und drittens wird an einem Mobilitätskonzept für die Region gefeilt, mit Konzentration auf die bei Mobilität durch ihre Lage benachteiligten Kommunen Zell und St. Margareten.
Es entstehen weiters zahlreiche Photovoltaik-Anlagen, z. B. auf dem neuen Rüsthaus in Maria Rain oder auf jenem der FF Glainach-Tratten.

Innerhalb der KEM gibt es auch für Schulen ein spezielles Förderprogramm mit dem Titel "Klimaschulen". "Das Projekt ist eingereicht. Es nehmen die NMS und Volksschule Velden, die VS Ludmannsdorf und die VS Schiefling teil. Wird es genehmigt, gibt es ein eigenes Budget mit 22.000 Euro zur Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz", hofft Bostjancic-Feinig.

Klimawandel und Biomasse

Bei der Startschuss-Veranstaltung referierten ZAMG Kärnten-Leiter Christian Stefan zum Thema "Der Klimawandel und Zukunftsszenarien für Südkärnten" sowie Christian Metschina, der stellvertretende Vorsitzende des Österreichischen Biomasseverbandes, zu "Die Bedeutung der Biomassenutzung für ländliche Regionen". Im Anschluss grübelten die Teilnehmer in der Ideen-Werkstatt zu innovativen Leitprojekten für die Region.


Mitwirkende Gemeinden:
Zell, St. Margareten, Ferlach, Maria Rain, Feistritz, Köttmannsdorf, Ludmannsdorf, Keutschach, Maria Wörth, Schiefling, Rosegg, Velden.
In diesen Gemeinden leben rund 35.700 Einwohner.

Ziele als KEM:
>> verstärkte Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Biomasse
>> Forcierung des Öko-Tourismus im Rosental
>> Ausbau des alternativen Mobilitätsangebotes sowie des ökologischen Individualverkehrs
>> Erhöhung der Anteile dezentraler Photovoltaikanlagen und somit der regionalen Stromerzeugung
>> Ausschöpfung der Energieeinsparungspotentiale im öffentlichen Bereich

Geplante Maßnahmen in der KEM Carnica Rosental:
>> Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung zum Klimaschutz
>> Forcierung von Photovoltaik und Solarthermie auf öffentlichen Flächen
>> Forcierung alternativer Mobilitätsangebote in der Region
>> Optimierung von Energieeinsparungspotenzialen im öffentlichen Bereich
>> Sensibilisierung und Integration der Schulen für das Programm Klimaschulen
>> Aufbau und Aktivierung eines regionalen Energieteams / KEM-Netzwerks
>> Forcierung des Einsatzes biogener Ressourcen
>> Prozessbegleitung zur Generierung von innovativen Leitprojekten

0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.