14.12.2017, 10:40 Uhr

Pfahlbauten im Keutschacher See "begehbar"

Entwurf: So könnte der schwimmende Steg aussehen (Foto: Architektur-Arge-Steiner-Hochauser-Wirnsberger)

Schwimmender Holzsteg soll das Unesco-Welterbe, im Keutschacher See versunken, erlebbar machen.

KEUTSCHACH (vp). Der Plan, die im Keutschacher See versunkene jungsteinzeitliche Pfahlbau-Siedlung sichtbar zu machen, ist nicht einfach umzusetzen. Nun soll ein begehbarer Holzsteg das Unesco-Welterbe hautnah erlebbar machen. Die Fundstätte liegt in einer Tiefe von einem bis drei Metern und ist seit 2011 Teil des Unesco-Welterbes "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen". Die Fläche der Fundstätte - 35 mal 70 Meter - soll nun ein begehbarer, schwimmender Holzsteg, 170 Meter lang und aus Lärchenholz, umrunden. Bei Dunkelheit soll die Fundstätte beleuchtet werden und so vom Pyramidenkogel-Aussichtstrum sichtbar sein.

Thema zieht sich durch Keutschach

Dieses Vorhaben ist Teil des Planes, die Jungsteinzeit rund um den Keutschacher See spürbar und erlebbar zu machen. In diesem Zusammenhang gab es einen Ideenwettbewerb - das Siegerprojekt (wir berichteten) sieht einen Pfad vor, der entlang des Ufers zu drei Themenbereichen bzw. Ausstellungs-Gebäuden führt: Im ersten wird Wissenswertes zu den "Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen" vermittelt, im zweiten wird über die Lebensweise der Menschen von damals informiert und im dritten geht es konkret um die Fundstelle.

Mit dem Boot zur Fundstelle

Zum schwimmenden Holzsteg soll man via Bootsfahrt mit Start im östlichen Seebereich gelangen. Nach dem Erkunden der Fundstelle soll es zum kürzlich von der Gemeinde erworbenen Café-Restaurant "Alt-Wien" gehen, wo jungsteinzeitliche Kulinarik wartet. Die Bootsfahrt soll bei einem Steg gegenüber der Straße auf den Pyramidenkogel enden. Dort gibt es einen Parkplatz.

Dank an Besitzerin

Die Gemeinde Keutschach will das Projekt gemeinsam mit dem Land Kärnten realisieren. Bgm. Karl Dovjak zu weiteren Plänen: "Unser gesamter Ort soll das Thema Pfahlbauzeit leben. Wir wollen diese ungemein interessante Thematik sowohl Urlaubsgästen, Ausflugstouristen und selbstverständlich den Kärntnern schlüssig und attraktiv näherbringen." Im Strandbad Rauschelesee gibt es ja schon einen Pfahlbau-Spielplatz.
Da sich der Keutschacher See in Privateigentum befindet, ist Dovjak sehr dankbar, dass es so eine gute Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Besitzerin Gundula Messner gibt.  

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