15.10.2014, 08:00 Uhr

Rüsthaus: Maria Rain muss einsparen

Der Plan des neuen FF-Hauses: Die Feuerwehrausfahrt führt direkt auf die Landesstraße (Foto: Skrabl)

Projekt für Rüsthaus-Neubau in Maria Rain liegt vor. Doch die Kosten müssen noch runter.

MARIA RAIN (vp). Desolate Bausubstanz, enge Räumlichkeiten, veralteter Stand der Technik: Das Rüsthaus der FF Maria Rain unter Kommandant Michael Mischitz soll am selben Standort neu gebaut werden (die WOCHE berichtete). Vier Architektenbüros machten sich im Rahmen eines anonymen Wettbewerbs Gedanken um die Ausgestaltung. Als bestes Projekt stach jenes von Jürgen Skrabl heraus (siehe Info ganz unten).

Kosten senken

Die Kostenschätzung geht von einer Bruttoinvestition von rund einer Million Euro aus. Es fließen zwar 25 Prozent an Strukturmitteln für Hochbaumaßnahmen, doch nach einem Gespräch mit Finanzreferentin LH-Stv. Gaby Schaunig ist klar: Die Kosten müssen noch sinken. "Wir müssen sparsam bleiben und ein leistbares Projekt auf die Beine stellen. Das Ziel ist, auf etwa 800.000 Euro zu kommen. Gemeinsam mit dem Architekten wird die Feuerwehr Einsparungspotentiale evaluieren", so Bgm. Franz Ragger.

Mietkauf-Variante

Bis 2021 muss die Sanierung der Volksschule noch rückgezahlt werden, weshalb pro Jahr nur in etwa 300.000 Euro für außerordentliche Vorhaben zur Verfügung stehen. "Und da gibt es noch dringend sanierungsbedürftige Straßen und einen zu kleinen Kindergarten," gibt Ragger zu bedenken.
Nach dem Sondieren von Einsparmöglichkeiten soll mit der Wohnbaugenossenschaft "meine Heimat" Kontakt aufgenommen werden. Denn, so Ragger: "Es soll ein Baurechtsvertrag über die Errichtungs-GmbH abgeschlossen werden. Das wäre für uns eine Mietkauf-Variante auf zehn Jahre."

Sanierung schlechte Lösung

Ragger will das Projekt "ernsthaft politisch im Gemeindevorstand diskutieren", ist sich aber sicher: "Wir werden was zusammenbringen, am besten noch heuer die Finanzierung und die Beschlüsse aufstellen." Denn das Endszenario wäre eine Sanierung, die auch rund 600.000 Euro kosten würde.

Zur Sache: Das Projekt

Der Entwurf von Jürgen Skrabl zeichnet sich durch kurze Wege aus. Im Erdgeschoß sind alle für Einsätze und Übungen notwendigen Räumlichkeiten untergebracht. Im Obergeschoß sind eine Einheit - mit Schulungs- und Aufenthaltsraum, Garderobe, Nasszellen und Büro - und anschließend Räume für die Jugendfeuerwehr situiert.

Verkehrslösung: Die momentane unbefriedigende Verkehrssituation wird durch zwei separate Zufahrten - für die Feuerwehrleute, die mit privatem PKW eintreffen, und die Einsatzfahrzeuge - verbessert. Es gibt so keine Behinderung im Einsatzfall.
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