05.07.2017, 08:24 Uhr

Schiefling erhält einen Generationenpark

Die Audit-Projektgruppe der Gemeinde Schiefling am Wörthersee mit Audit-Beauftragter Tanja Telesklav (Mitte) (Foto: Audit/Schiefling)

Der Generationenpark ist eines von fünf Audit-Projekten, die in nächsten drei Jahren umgesetzt werden.

SCHIEFLING (vp, vep). Die Gemeinde Schiefling macht beim "Audit familienfreundlichegemeinde" (siehe Box) mit. In drei Arbeitskreisen wurden 14 Maßnahmen konkretisiert, die – wenn finanziell möglich – in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Der Gemeinderat entschied, fünf vordringliche Vorhaben in den nächsten drei Jahren zu realisieren.

Neuer Generationenpark

Eines davon ist ein Generationenpark. Vor der Erweiterung beim Schulzentrum hat die Gemeinde den Grund unterhalb der Volksschule – rund 4.000 m² – zugekauft. Etwa ein Drittel davon wird für das Schulzentrum genutzt. Den Rest wollte man der Öffentlichkeit zugänglich machen. Bgm. Valentin Happe: "Die Planungsarbeiten wurden bereits vergeben. Der Planer hat etwa den Spielplatz in Velden und im Europapark entworfen. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe ,familienfreundliche Gemeinde' wird er den Park gestalten." Es gebe keinerlei Vorgaben seitens der Gemeindevertreter.
Konkrete Ideen gibt es schon: Der Park soll künftig für alle Generationen attraktiv sein und zum Ruhen und Genießen, aber auch zum Bewegen einladen. "Es wird sowohl Spielgeräte für Kinder als auch Bewegungselemente für Erwachsene geben", informiert Amtsleiter Wolfgang Smerslak. Es soll eine Wegverbindung zur Keutschacher Landesstraße sowie zur Schulstraße geschaffen werden. "Entlang des Weges soll es verschiedene Ebenen bzw. Flächen geben; mit Spielgeräten, aber auch gemütlichen Lauben", so Smerslak. Die Wege werden kinderwagenfreundlich sein.

Start im Herbst

Das fertige Konzept soll laut Smerslak bis Ende August auf dem Tisch liegen, erste Erdarbeiten für das Anlegen der Wege sollen im Herbst erfolgen. "Im Frühjahr 2018 könnten wir dann die Geräte installieren", so Smerslak.

Jahrgangsbäume

In den Generationenpark integriert werden soll das zweite Vorhaben aus dem Maßnahmen-Katalog, ein "Geburtenwald". Dabei soll für jeden Jahrgang, also für den Nachwuchs in Schiefling, ein Baum gepflanzt werden. "Begleitet werden soll das jedes Jahr mit einer kleinen Feier. Auf den Bäumen werden Plaketten angebracht, auf denen auch die Namen der neuen Schieflinger stehen sollen", sagt Smerslak. Durchschnittlich gibt es in Schiefling 20 bis 25 Geburten pro Jahr.

Weitere Maßnahmen

Der dritte Punkt ist die barrierefreie Umgestaltung der WC-Anlage beim Friedhof. Und die letzten beiden beschlossenen Maßnahmen sind eine Kooperation mit anderen Institutionen wie z. B. der Pfarre bei der Mutter-Kind-Beratung sowie die Integration einer Gesundheits-, Spiele- und Tauschbörse in den Gesundheitstag.
Als Audit-Beauftragte wurde Tanja Telesklav bestimmt.

Audit familienfreundlichegemeinde

In diesem kommunalpolitischen Prozess evaluieren Gemeinden ihre Familienfreundlichkeit unter Einbindung aller Generationen und entwickeln sie weiter. Nach Erhebung des Ist- und Soll-Zustandes benötigt man für konkrete Maßnahmen, die im Auditprozess umgesetzt werden sollen, einen Gemeinderatsbeschluss.

Nach sechs bis neun Monaten ab Prozessbeginn erhält man das Grundzertifikat. Nach drei Jahren (alle Maßnahmen wurden umgesetzt) erfolgt eine neuerlich Begutachtung und das (Voll-)Zertifikat wird verliehen. Das Projekt zielt auf Bürgerbeteiligung ab.

Das Gütezeichen erhöht die Attraktivität der Gemeinde und schafft einen Wettbewerbsvorteil.

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