09.08.2017, 07:00 Uhr

Startschuss für Verengung der Packer Straße

Der Abschnitt Kreuzergegend bis Bettlerkreuz wird derzeit fertiggestellt

Querschnittsanpassung der B 70 soll in Abschnitten erfolgen. Auch 7,5 Tonnen-Beschränkung soll wieder eingeführt werden.

GRAFENSTEIN, POGGERSDORF, VÖLKERMARKT (vp). Nach zahlreichen Diskussionen wurde es letztes Jahr ruhig um die geplante Verengung der B 70 Packer Straße von vier auf zwei Spuren. Eine Finanzierung war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich (die WOCHE berichtete - hier). 

Erste Bauarbeiten

Nun kommt "Bewegung" in das Vorhaben Querschnittsanpassung auf fast elf Kilometern von Völkermarkt West bis Haidach. In Abschnitten, nach Maßgabe finanzieller Mittel, soll das Bauprojekt erfolgen und zwar voraussichtlich ab Herbst 2017. Erste Maßnahmen kann man schon beobachten, derzeit im Bereich Kreuzergegend bis Bettlerkreuz auf ca. 1,6 Kilometern.

Erfahrungen sammeln

"Aufgrund des äußerst desolaten Aspahltdecken-Zustandes, der teilweise abbröckelte, und einer durchschnittlichen Breite in diesem Bereich von ca. zwölf Metern, muss die verbleibende Decke abgetragen und die Straße plan gefräst werden. Nach Beenden der Arbeiten wird die Straße durch Bodenmarkierung und das Hereinsetzen von Leitpflöcken auf zwei Fahrspuren optisch eingeengt", erklärt Straßenbau-Landesrat Gerhard Köfer. 
Dann könne man in diesem Abschnitt erste Erfahrungen sammeln, wie sich die Verengung bewährt. 

Nächster Abschnitt

Als nächster Abschnitt sei dann jener von Dolina (ca. 400 Meter nach der Kreuzung B70/L87) bis Klein Venedig auf rund 1,3 Kilometern geplant. Die Kosten werden auf 300.000 Euro geschätzt. Auch hier ist der Fahrbahnzustand sehr schlecht, die alte Deckschicht muss abgefräst werden. Die Straße wird auf zwei Fahrspuren verengt. 
Der restliche Fahrbahnbereich kann als Geh- und Radweg genutzt werden. Ziel ist, am Ende einen durchgehenden, von der Straße abgetrennten Geh- und Radweg zu installieren. Denn auch die Grünstreifen sollen abschnittsweise - wie es finanzielle Mittel gibt - errichtet werden. 

Gespräch wegen LKW-Fahrverbot

Laut Informationen, die Grafenstein Bürgermeister Stefan Deutschmann erhalten hat, soll auch eine umfassende 7,5 Tonnen-Beschränkung für die B 70 sowie für die Grafensteiner Landesstraße und alle Zubringerstraßen erfolgen. "Mit einer Beschränkung nur auf der Packer Straße kann ich nicht leben", so Deutschmann. 
Der zuständige Landesrat Gernot Darmann verweist auf ein Gespräch vom 12. Juni 2017 zum Thema LKW-Fahrverbot auf der B 70 von Wabelsdorf bis Dolina. Dabei waren auch Vertreter der BH Klagenfurt Land, der Fachabteilung des Landes und aus Grafenstein. Auch Darmann ist überzeugt, dass "dieses geplante LKW-Fahrverbot mit der Ausnahme von Ziel- und Quellverkehr für ansässige Unternehmen nur in Zusammenhang mit dem übrigen Straßennetz in Grafenstein gesehen werden darf".
Es könnte sonst ein großer Anteil an Schwerverkehr auf die St. Kanzianer Landesstraße (L 116) ausweichen.

Ergebnisse Anfang September

Die Fachabteilung des Landes müsse noch nötige Grundlagen für ein LKW-Fahrverbot auf der L 116 bezirksübergreifend erarbeiten, damit dieses parallel zur B 70 verordnet werden kann. Die Ergebnisse werden für Anfang September erwartet, dann erfolgt ein weiteres Gespräch mit allen Beteiligten.
Darmann weiter: "Ich werde die Verordnung für eine Wiedereinführung des LKW-Fahrverbots ab 7,5 Tonnen auf der B 70 unterfertigen, sobald dieselbe Maßnahme auch auf der parallel führenden, aber bautechnisch weit schlechter ausgestatteten L 116 möglich ist."

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