10.11.2016, 11:37 Uhr

Trauer um Ludmannsdorfs Alt-Bürgermeister Ogris

Große Trauer um Hanzi Ogris (3. v. r.), hier bei der Verleihung des Julius-Kugy-Preises im Juni (Foto: Büro Prettner)

Kärnten trauert um Hanzi Ogris, einen großen Sozialdemokraten.

LUDMANNSDORF. Gestern verstarb der ehemalige Ludmannsdorfer Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Johann Ogris im 89. Lebensjahr. LH Peter Kaiser und SPÖ-Landesgeschäftsführer Daniel Fellner reagieren mit Bestürzung: "Mit Johann Ogris verlieren wir einen großartigen Menschen und einen langjährigen aufrichtigen Sozialdemokraten und engagierten Politiker, der sich in vielfältiger Weise für das Land und die Menschen verdient gemacht hat."

Wichtiger Zeitzeuge

Kaiser verweist auf das schlimme Schicksal, das Ogris als 14-Jähriger erleiden musste. 1942 wurde er mit seinen Eltern als Angehöriger der slowenischen Volksgruppe in Kärnten von den Nazis nach Deutschland in verschiedene Zwangslager "ausgesiedelt". "Mit ihm verlieren wir auch einen Zeitzeugen jener unseligen Ereignisse", so Kaiser.
Nach dem Krieg und seiner Rückkehr absolvierte Ogris eine Lehre zum Kaufmann, 1957 übernahm er die Familien-Gastwirtschaft und 1968 das Gemischtwaren-Geschäft in Ludmannsdorf.

Zahlreiche Auszeichnungen

1958 startete Ogris als Gemeinderat in Ludmannsdorf, von 1970 bis 1990 war er Bürgermeister, 1970 bis 1975 Abgeordneter im Landtag. Er war in vielen weiteren Funktionen und Organisationen tätig, ist Träger des goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und der Victor-Adler-Plakette, der höchsten Auszeichnung der SPÖ. Erst im Juni dieses Jahres wurde ihm der Julius-Kugy-Preis von der Gemeinschaft der Kärntner Sloweninnen und Slowenen für sein Engagement im Bereich der Volksgruppe und der Wirtschaft verliehen.
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