02.09.2014, 19:00 Uhr

Ziel: Lebensqualität vom Baby bis zum Senior

Im Anton-Gregoritsch-Park entsteht jetzt ein Fitness- und Generationenpark, ähnlich wie in Krumpendorf (Foto: Runnersfun Consulting GmbH)

Familien- und kinderfreundliches Ferlach: Stadtgemeinde setzt erste Maßnahmen im Rahmen des Audits um.

FERLACH (vp). Im Juni des letzten Jahres beschloss der Ferlacher Gemeinderat, am Audit "familienfreundliche Gemeinde" und am UNICEF-Zusatzzertifikat "Kinderfreundliche Gemeinde" teilzunehmen. Stadtrat Franz Wutte wurde als Projektbeauftragter fixiert. Und nun erhält die Stadtgemeinde bald das Grundzertifikat, die Verleihung findet am 14. Oktober in Villach statt.

Mehrere Workshops

Die Projektgruppe, die sich zu mehreren Workshops traf, besteht aus Vertretern aller Interessensgruppen, die sich mit Familienangelegenheiten befassen, und interessierten Gemeindebürgern aus allen Lebensphasen.
Wutte: "Nachdem die Projektteam-Mitglieder Wünsche und Anregungen geäußert haben, haben wir diese den acht von uns herausgearbeiteten Lebensphasen zugeordnet und via Punktesystem nach Priorität gereiht."
Heraus kam ein Maßnahmenkatalog (siehe unten), dem der Gemeinderat einstimmig zugestimmt hat.

Fitness- und Generationenpark

Einige Maßnahmen werden schon demnächst umgesetzt, etwa der Fitness- und Generationenpark, der bereits am 4. Oktober im Rahmen der Gesundheitstage eröffnet wird und als Ergänzung zu den bestehenden Laufstrecken fungiert. "Wir errichten Fitnessstationen für Jung und Alt im Anton-Gregoritsch-Park", berichtet Wutte. In Krumpendorf gibt es schon einen solchen Park (die WOCHE berichtete). Laufend sollen Fitnessgeräte hinzukommen.

Windeltonne für Jungfamilien

Ebenfalls sofort umgesetzt wird eine Anregung der Leiterin des Eltern-Kind-Zentrums. "Jungfamilien kommen aufgrund des großen Windelaufkommens nicht mit ihrer Mülltonne aus", so Wutte. Deshalb wird die Stadtgemeinde den betroffenen Familien gratis eine Windeltonne zur Verfügung stellen.

Info-Folder

Außerdem möchte man der Bevölkerung, neuen Gemeindebürgern und Touristen simpel näherbringen, was für Angebote es für die einzelnen Altersgruppen bzw. Lebensphasen in Ferlach gibt. Dazu wird eine Info-Broschüre entstehen. Wutte: "Enthalten werden alle Angebote sein - vom Eltern-Kind-Treff bis zum Senioren-Stammtisch."
Mit einem eigenen Projektteam will sich die Gemeinde auch dem Thema Foodsharing widmen.

10 Maßnahmen:

Das Maßnahmenpaket, das der Gemeinderat einstimmig beschlossen hat:
1. Sportgeräte/Generationenpark
2. Foodsharing
3. Jugendkulturprojekte (Skaterpark, Musikraum)
4. Angebotsbroschüre - Was gibt es in Ferlach?
5. Windeltonne (auch für Erwachsene)
6. Fahrgelegenheiten, Ärzte, Therapiezentrum
7. 24-Stunden-Besetzung der Rettungszentrale Ferlach
8. Betreutes Wohnen
9. Alltagsbegleitung und Unterstützung bei psychischen Erkrankungen
10. Café mit Kinderspielplatz

Audit:

In diesem kommunalpolitischen Prozess evaluieren Gemeinden ihre Familienfreundlichkeit unter Einbindung aller Generationen und entwickeln sie weiter. Nach Erhebung des Ist- und Soll-Zustandes benötigt man für konkrete Maßnahmen, die im Auditprozess umgesetzt werden sollen, einen Gemeinderatsbeschluss.

Nach sechs bis neun Monaten ab Prozessbeginn erhält man das Grundzertifikat. Nach drei Jahren (alle Maßnahmen wurden umgesetzt) erfolgt eine neuerlich Begutachtung und das (Voll-)Zertifikat wird verliehen. Das Projekt zielt auf Bürgerbeteiligung ab.

Das Gütezeichen erhöht die Attraktivität der Gemeinde und schafft einen Wettbewerbsvorteil.

Beim Zusatzzertifikat UNICEF "Kinderfreundliche Gemeinde" wird der Fokus verstärkt auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen gelegt.

Infos hier
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Alfons Lepej aus St. Veit | 02.09.2014 | 21:26   Melden
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