Mini Med
Prävention gegen Reflux und Helicobacter

Interessiert: Stadtrat Franz Petritz, Tatjana Kampus (Prävention, Stadt Klagenfurt), Moderatorin Theresa Thum und Harald Oschmautz (von links)
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  • Interessiert: Stadtrat Franz Petritz, Tatjana Kampus (Prävention, Stadt Klagenfurt), Moderatorin Theresa Thum und Harald Oschmautz (von links)
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Mini-Med-Studium: Über Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens sprach Harald Oschmautz, Facharzt für Gastroenterologie und Hepatologie in der Abteilung für Innere Medizin an der Privatklinik Maria Hilf. Was gibt es Neues zu Helicobacter und Reflux?

KLAGENFURT. Um den Reflux zu verstehen, muss man wissen, dass die Speiseröhre ein Muskelschlauch ist, der in den Magen führt und über ein besonderes Verschluss-System verfügt. Der "Speiseröhren-Schließmuskel" verhindert den Reflux. Es kann sein, dass dieser Muskel nicht mehr richtig schließt – etwa durch Übergewicht, übermäßigen Alkoholkonsum oder Nikotin bzw. in der Schwangerschaft (vor allem im letzten Drittel). Im letzten Fall drückt oft das Kind den Magen und dessen Inhalt nach oben. 

Reflux: Viele Therapie-Möglichkeiten

Erkrankungen der Speiseröhre können, so Oschmautz, vielfältig sein: Entzündung, Tumor, Krampfadern oder andere Funktionsstörungen. Nach einer Diagnose sind die Therapie-Möglichkeiten unterschiedlich – von Behandlung durch Medikamente über Botox bis zur Operation. 
Bösartige Erkrankungen wie Krebs erkennt man durch eine Gastro- bzw. Endoskopie gut und sie sind in frühen Stadien auch ohne Chemotherapie heilbar. 

Welche Symptome hat man bei Reflux?

  • Sodbrennen
  • saures Aufstoßen
  • nicht-saures Aufstoßen
  • Schluckbeschwerden
  • Schmerzen beim Schlucken

Obere Reflux-Beschwerden wären:

  • Brennen im Rachen
  • saures und nicht-saures Aufstoßen
  • Reizhusten
  • morgendliches Räuspern
  • Heiserkeit
  • Kehlkopfentzündung
  • Mittelohrentzündung

Reflux: Therapie-Möglichkeiten

Oschmautz empfiehlt zunächst eine Gastroskopie. Anschließend wird versucht, die Beschwerden medikamentös mit der zwei- bis dreifachen Dosis Protonenpumpenhemmer (Magenschutz) über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen zu lindern. Vor einer Gastroskopie müsse niemand Angst haben, sie sei unumgänglich.

Bei einem Reflux können Schleimhaut-Verletzungen vorliegen (erosiv) oder nicht (nicht-erosiv). Ist die Schleimhaut intakt, schmerzt etwa scharfes Essen nicht. Ist sie verletzt, folgen Schmerzen. 
Beschwerde-Freiheit ist das Therapieziel, eine medikamentöse Dauertherapie mit Magenschutz ist aber nicht sinnvoll. 

Reflux: Präventivmaßnahmen

Was kann man vorbeugend machen?

  • Diät halten
  • Gewicht reduzieren
  • Zimt vermeiden
  • wenig bis keinen Alkohol trinken
  • nichts Süßes
  • zwei Stunden vor dem Schlafen nichts essen
  • gesünderer Lebensstil

Bei Reflux-Beschwerden kann auch das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper helfen (von der Hüfte aufwärts). 
Eine Operation birgt immer Risiken. Daher gibt es Kriterien, die eine Operation rechtfertigen müssen, etwa Medikamenten-Unverträglichkeit oder intolerable Restbeschwerden.

Helicobacter: 370 verschiedene Stämme

Hierbei handelt es sich um ein Bakterium, das Entzündungen der Magenschleimhaut verursacht. Es kann fäkal-oral oder oral-oral übertragen werden, also ist Hygiene wichtig. Das Bakterium ist eigentlich säureempfindlich, doch es nistet sich unter der Magenschleimhaut ein und schafft so eine Barriere zur Magensäure. Es gibt keinen Impfstoff und 370 verschiedene Stämme von Helicobacter.

Helicobacter: Welche Beschwerden hat man?

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Brennen des Magens

Beschwerden müssen aber gar nicht auftreten. Auch hier ungesundes Essen/Trinken, Nikotin und Medikamente "Helfer" des Bakteriums. 
Es kann dadurch zu Gastritis und Geschwüren kommen, in seltenen Fällen entsteht Krebs. Auch hier ist eine Gastroskopie empfohlen, indem eine Probe entnommen wird, können Ärzte das Bakterium nachweisen. Vorbeugend helfe laut Oschmautz eine ballaststoffreiche, basische Ernährung.
Weitere Informationen zum Thema auf www.minimed.at

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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