Osteoporose
Eine schleichende Krankheit

Bewegung sehr wichtig: Weltweit sind rund 200 Millionen Frauen von dieser Krankheit betroffen. Durch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung - vor allem an der frischen Luft - kann der Krankheitsverlauf verzögert und sogar gestoppt werden.
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  • Bewegung sehr wichtig: Weltweit sind rund 200 Millionen Frauen von dieser Krankheit betroffen. Durch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung - vor allem an der frischen Luft - kann der Krankheitsverlauf verzögert und sogar gestoppt werden.
  • hochgeladen von Bernhard Knaus

Der 20. Oktober ist Welt-Osteoporose-Tag. An diesem Tag wird weltweit die Wichtigkeit von Vorsorge, Diagnose und Behandlung dieser sehr weit verbreiteten Krankheit in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Erstmals wurde dieser Aktionstag 1996 von der britischen National Osteoporosis Society (NOS) ausgerufen. 1998 wurde dieser Tag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als weltweiter Aktionstag anerkannt.

KLAGENFURT. Weltweit sind rund 200 Millionen Frauen und eine bis dato unterschätzte Anzahl von Männern von dieser Krankheit betroffen. Laut WHO zählt die Osteoporose weltweit zu den zehn häufigsten Erkrankungen. Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann erleiden einen durch Osteoporose verursachten Knochenbruch.

"Knochenschwund"

Doch was ist Osteoporose eigentlich? Übersetzt bedeutet der Begriff „poröser Knochen“. Das Zusammenspiel von Muskulatur und Knochen ist sehr wichtig für den menschlichen Körper. Die Muskeln sind für die Bewegung zuständig, während die Knochen bzw. das Skelett den Körper halten. Beides sind aber lebendes Gewebe und verändern sich während des Lebens stetig. Mit zunehmendem Alter kann es nun zu einer Abnahme der Knochensubstanz kommen. Das Risiko eines Knochenbruches steigt daher an. Der Begriff „Knochenschwund“ ist nicht ganz korrekt, denn die Knochen verschwinden natürlich nicht, sondern der Halt und die Stabilität der Knochen nimmt ab.

Zuwenig Aufmerksamkeit

„Der Krankheit wird meines Erachtens zu wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. Sie zählt weltweit zu den zehn häufigsten Erkrankungen“, meint Monique Wassermann, die seit 2012 Obfrau des Vereines Osteoporose Selbsthilfegruppe Klagenfurt ist. „Sehr weit verbreitet ist der Irrtum, dass es ausschließlich Frauen nach der Menopause treffen kann. Studien haben bewiesen, dass auch Männer und – für viele überraschend – junge Menschen von dieser Krankheit betroffen sein können.“

Verursacher Arzneimittel

Osteoporose kann aber auch durch medikamentöse Therapien verursacht werden. Viele, ganz unterschiedliche Medikamente greifen – sozusagen als Nebenwirkung – in den Knochenstoffwechsel ein und verursachen dort Störungen bei der Mineralisierung der Knochen bis hin zur Osteoporose. Bei zumindest längerfristiger Einnahme von Kortison, Antidepressiva, Antiepileptika, Krebs- und AIDS-Medikamenten ist daher besondere Vorsicht geboten.

Schleichende Krankheit

Das Gefährliche an dieser Erkrankung ist, dass es keine eindeutigen Anzeichen oder Symptome gibt, bis der erste Knochen bricht. „Und selbst dann“, so Wassermann, „erhält der Betroffene oftmals keine eindeutige Diagnose und somit auch keine wirksame Therapie.“ Die Krankheit kann sich sehr langsam und schleichend entwickeln. Manchmal kann es 10 Jahre oder länger dauern, bis der erste Knochen bricht.

Ernährung sehr wichtig

Dabei könnte die Krankheit relativ „einfach“ in Schach gehalten bzw. ein Fortschreiten der Krankheit deutlich verzögert oder sogar gestoppt werden. „Um einer Osteoporose vorzubeugen, muss bei der Ernährung vor allem großer Wert auf die Nährstoffe Kalzium und Vitamin D gelegt werden“, erklärt Monique Wassermann. Kalzium wird im Knochengewebe eingelagert und fördert somit dessen Stabilität. Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Kalzium bei der Verdauung, als auch seinen Einbau in die Knochen. Die Aufnahme von Vitamin D erfolgt aber nur zu einem geringen Teil über die Nahrung. Hier ist der tägliche Aufenthalt an der frischen Luft besonders wichtig, denn so produziert der Körper den Vitalstoff zu einem Teil selbst.

Keine Zigaretten

Auf Zigaretten und Alkohol sollte man nicht nur hinsichtlich einer Osteoporose-Erkrankung verzichten. „Abgesehen von der vielfältigen Art und Weise, wie diese Stoffe den Körper schädigen, fördern sie zusätzlich den Abbau der Knochendichte“, meint Wassermann.

Bewegung wichtig

Als eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen gilt Bewegung. Der Körper registriert quasi diese Aktivitäten und regt somit den Aufbau der Knochendichte an. Besonders geeignet ist Wandern, Joggen und Ballsport, der sich neben dem Aufbau des gesunden Knochengewebes auch sehr positiv auf die Koordination und die Standfestigkeit auswirkt.

Eigeninitiative gefragt

Die Obfrau der Selbsthilfegruppe Osteoporose bringt es aber auf den Punkt: „Der Betroffene muss Eigeninitiative zeigen, denn die Verantwortung für den eigenen Lebensstil kann der Patient nicht auf den Arzt schieben. Wesentliche Faktoren für den Erfolg im Kampf gegen die Krankheit liegen in der Hand des Betroffenen.“

Verein wird aufgelöst

In den Informationsveranstaltungen der Osteoporose-Selbsthilfegruppe Klagenfurt traf man sich bisher zum Gedankenaustausch über die Krankheit, über Therapien und deren Verträglichkeit etc. „Leider wird der Verein demnächst aufgelöst“, erklärt Wassermann. „Die rund 40 Mitglieder des Vereines sind überwiegend ältere Menschen, bei denen die Mobilität ein zunehmendes Problem darstellt. Die Corona-Pandemie hat hier auch ihren Teil dazu beigetragen, das Treffen immer schwieriger bis unmöglich wurden.“ Sie selbst bleibt aber als Kontaktperson für alle, die Hilfe bzw. Informationen zu der Krankheit benötigen, erhalten.

Bewegung sehr wichtig: Weltweit sind rund 200 Millionen Frauen von dieser Krankheit betroffen. Durch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung - vor allem an der frischen Luft - kann der Krankheitsverlauf verzögert und sogar gestoppt werden.
Selbsthilfegruppe Osteoporose: Monique Wassermann ist die Ansprechperson für alle Hilfesuchenden in Sachen Osteoporose.
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