Hosea Ratschiller
Hier in Klagenfurt fühle ich mich zu Hause

Der gebürtige sympathische Klagenfurter Hosea Ratschiller auf "Heimatbesuch" ganz leger.
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  • Der gebürtige sympathische Klagenfurter Hosea Ratschiller auf "Heimatbesuch" ganz leger.
  • Foto: Bernhard Knaus
  • hochgeladen von Nicole Fischer

Hosea Ratschiller, Kabarettist, Radiomacher, Schauspieler. Auf seine Klagenfurter Wurzeln ist der 39-Jährige stolz.

Wir treffen uns in einem beliebten Café in Klagenfurt. Leger gekleidet, mit einem Lächeln auf den Lippen und einem frechen Spruch begrüßt mich der in Klagenfurt geborene Künstler, der seinen Lebensmittelpunkt nach Wien verlegt hat. Als Sohn von zwei gebürtigen Spittalern, die für ihr Studium nach Klagenfurt übersiedelt sind, ist Hosea in der Landeshauptstadt geboren und in seinen ersten Lebensjahren hier aufgewachsen. Er hat die zweisprachige Volksschule Mohorjeva Hermagoras besucht und in der Radetzkystraße gewohnt. Danach ist die Familie nach Wien übersiedelt. „Ich bin und war jeden Sommer und in allen Ferien hier. Es ist jedes Mal ein Gefühl, zu Hause zu sein und nach Hause zu kommen. Wenn ich durch die Klagenfurter Innenstadt spaziere, habe ich das Gefühl, die Menschen zu kennen, sie zu verstehen. Ich liebe meine Klagenfurter Wurzeln“, schwärmt Hosea. Und er ergänzt: „Wenn es hier Arbeit in meinem Bereich gäbe, wäre ich schon lange wieder nach Klagenfurt zurückgekommen.“ Auch zu Maria Saal hat er eine Verbindung. In Lassendorf haben viele seiner Freunde gewohnt und seine Großeltern haben dort geheiratet.

Wofür ein Studium?

Nach dem Gymnasium in Wien begann er ein Studium der Geschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft, welches er abgebrochen hat. „Die Uni war ein Irrtum, das war eher eine Entscheidung aus Pflichtbewusstsein gegenüber meinen Eltern, aber ich hab‘ auf der Uni eigentlich nichts verloren, ich war dort auch nicht oft“, grinst er. Für den quirligen Kärntner war bereits mit sieben Jahren klar, dass ihn sein Weg in die Schauspielerei führen wird. „Ich war immer eines dieser Kinder, das Publikum gebraucht hat. Meine Eltern haben das immer gefördert, sie haben zwar immer versucht, mich auf den richtigen Weg zu führen, das ist ihnen aber nicht gelungen.“ Unterstützung bekam er von seinen Eltern auch bei seiner Entscheidung, die Schauspielerei zum Beruf zu machen. „Natürlich kamen dann Fragen, wie ‚Warum machst du das?‘ oder ‚Kann man Geld damit verdienen?‘, aber sie haben mich immer in meiner Entscheidung unterstützt.“ Für den Vater von drei Kindern ist auch klar, dass er seinen Nachwuchs dabei unterstützen würde, sollten sie ebenfalls diesen Weg einschlagen wollen. „Das Wichtigste ist, dass man versteht, dass das ein Beruf ist. Nichts fliegt einem zu und man muss wissen, dass man damit seine Rechnungen bezahlen muss. Wenn man das im Blick hat, kann nichts schiefgehen.“

Kärntner Dialekt

Davon hört man beim 39-Jährigen kaum mehr was. Zwischendurch kommen ein paar Kärntner Dialektwörter zum Vorschein. In seiner Rolle als Dörki Potschevaunig im Film „Harri Pinter, Drecksau“ ließ er sich komplett aufs Kärntnerische ein. „Ich bekomme oft Drehbücher und Anfragen, bei denen ich mich frage, warum sieht mich der Regisseur oder die Regisseurin in dieser Rolle. Bei Harri Pinter war mir sofort klar, ja, das ist meine Rolle und ich habe die Dreharbeiten geliebt.“ Einen ganzen Frühling durfte Hosea in Klagenfurt verbringen. „Das war ein Traum, denn normalerweise spiele ich in der Schweiz, Deutschland oder Südtirol. Außerdem gibt es nun endlich einen Klagenfurter Film, der nicht das Touristische hervorhebt“, schwärmt er über die Dreharbeiten. Dass der Film dem Rekordmeister EC-KAC gewidmet war, freut den dreifachen Vater auch. „Ich war als Kinder ein Riesenfan vom KAC, wir sind früher immer am mittleren Kreuzberglteich zum ‚Teichhackeln‘ gewesen und haben die Spiele der Rotjacken nachgespielt. Ich verfolge auch heute noch, wie der KAC spielt.“

Die Coronazeit

Existenziell war diese für den Klagenfurter keine Herausforderung. „Ich konnte aufgrund einiger guter Engagements im Vorfeld einen Puffer aufbauen, der ist zwar jetzt verbraucht, aber ich muss nicht hungern“, lacht er. Privat war die Krise für den dreifachen Vater allerdings eine Herausforderung. „Ich habe festgestellt, dass ich kein guter Lehrer bin, das Homeschooling war ein Wahnsinn, aber ich habe richtig gut kochen gelernt.“ Zum Ausgleich hat Hosea mit seiner Frau zwei Wochen Italienurlaub ohne Kinder eingeplant. „Das haben wir uns alle verdient.“

Aktuelles und Zukünftiges

Mit dem Sendeformat Pratersterne bietet Hosea als Host jungen Künstlern eine Bühne, um erfolgreich zu werden. „Im Prater habe ich meine Jugend verbracht, es ist toll, in so einer Kulisse jungen Künstlern im kleinen Rahmen eine Plattform geben zu können ohne eine große Bühne.“ Im Sommer ist Hosea bei den Donnerszenen in Klagenfurt vertreten. Am 5. August tritt er im Helldorf-Eggersches Palais in der Herrengasse mit aktuellen Auszügen aus seinem Programm „Ein neuer Mensch“ um 16.30, 18 und 20 Uhr auf. Im Herbst, am 2. Oktober, zieht es ihn erneut in die Heimat, er wird um 20 Uhr im keTheater in der theaterHALLE 11 zu sehen sein. Karten gibt es unter ke@klagenfurterensemble.at. Außerdem arbeitet der Künstler gerade an einem Buch, das im nächsten Frühjahr erscheinen soll, und an einem neuen Programm. Details verraten wir aber noch nicht.

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