Baustellen Klagenfurt
2020 kommt effiziente Pilotbaustelle nach St.-Veiter-Straßen-Aufreger

Kardinalviertel: Hier wird 2020 gebaut – auf effektivere Weise: Schon jetzt werden alle Verorgungsträger koordiniert und betroffene Betriebe und Anrainer mit ins Boot geholt
  • Kardinalviertel: Hier wird 2020 gebaut – auf effektivere Weise: Schon jetzt werden alle Verorgungsträger koordiniert und betroffene Betriebe und Anrainer mit ins Boot geholt
  • Foto: GR-Club ÖVP Klagenfurt
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Nach dem Aufreger rund um die ewige Baustelle St. Veiter Straße versprach die Stadtpolitik Verbesserungen durch effizientere Baustellenkoordinationen samt neuer elektronischer Tools. Nun wird 2020 eine Baustelle Kardinalviertel zum Koordinations-Pilot- und Vorzeigeprojekt.

KLAGENFURT (vep). Nächstes Jahr wird in der Innenstadt wieder eine Baustelle sein, bei der monatelang zwei Straßenzüge gesperrt sind: Der Kanal - Baujahr 1930 - im Kardinalviertel muss dringend saniert werden, sowohl in der Paradeisergasse zwischen Bahnhofstraße und Kardinalplatz sowie in der Salmstraße zwischen Kardinalplatz und Völkermarkter Ring. Doch diesmal ist alles ein wenig anders. Diesmal soll es kein Aufreger sein, diesmal werden schon frühzeitig Betriebe und Anrainer eingebunden. Und: Erstmals wird eine effizientere Vorgehensweise forciert, bei der die Straßen nur einmal aufgegraben werden und alle Versorgungsträger gleichzeitig in koordinierter Reihenfolge ihre Arbeiten verrichten. "Stadtwerke, Tiefbau, Verkehr und Kanal: Alle Abteilungen und Versorgungsträger ziehen jetzt an einem Strang, es gibt eine eigene interne Arbeitsgruppe, alles wird effizient koordiniert", informiert Facility- und Wirtschaftsreferent Markus Geiger. Und: Gleichzeitig wird bei dieser Koordination von Anfang an auch die Innenstadtwirtschaft mit ins Boot geholt. Geiger bzw. eine eigene Marketinggruppe innerhalb dieser Baustellen-Arbeitsgruppe damit bereits begonnen. "Wir haben schon Gespräche mit den ersten Betrieben geführt, wir sind aber am Anfang, viele folgen natürlich jetzt noch. Ende Jänner, Anfang Februar, wird es zusätzlich einen großen Informationsabend für alle Betriebe geben", so Geiger. Etwa 15 Betriebe sind von der Baustelle nächstes Jahr betroffen.

Baustart wegen Koordination mit Betrieben noch unklar 

Wann genau die Baustelle starten wird, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Angedacht war sowohl schon Frühling als auch Frühsommer. "Konkret werden wir erst entscheiden, wenn wir mit allen Betrieben detailliert gesprochen haben. Wir wollen die Terminisierung der Baustelle mit den Hauptgeschäftszeiten der Betriebe abrunden und darauf eingehen", sagen Geiger und Entsorgungsreferent Vizebürgermeister Wolfgang Germ gleichermaßen. Germ ist ja für die Kanalsanierung verantwortlich.
Fest steht: Die Sanierungsarbeiten in der Salmstraße werden etwa drei Monate dauern, jene in der Paradeisergasse etwa vier Monate, heißt es seitens der Stadtpresse auf Nachfrage. Germ: "Es wird auch relativ zeitgleich geschehen, denn würden wir die Straßen nacheinander bearbeiten, würden wir fast ein Jahr brauchen." 

Nur einmal "aufreißen" 

Verantwortlich für die Kommunikation zwischen allen Beteiligten bei diesem Projekt ist als Bereichsleiter Heinz Blechl, Leiter der Abteilung Stadtgarten: "Die Koordination ist bei dieser Baustelle wirklich gut. Es ist das Ziel der Stadt, die Abstimmung von Baustellen sowie unter den einzelnen Versorgungsträgern zu verbessern, um zeitlich kompakter arbeiten zu können." Sprich: Alle, die in die Straße quasi "hinein müssen", gehen in einem Aufwasch hinein, ohne mehrmaliges Auf- und Zugraben. Man schlage laut Blechl nun bei Baustellen neue Arten der Kooperation und Abstimmung ein. "Auch die Kommunikationsabteilungen der Stadt Klagenfurt sowie der Stadtwerke arbeiten verschränkt." Kommunikation sei ohnehin das Wesentlichste: "Aufregung über Baustellen entsteht meist nur, weil manche es spät erfahren. Das wollen wir nicht mehr!"  

Start erfolgt mit Kanalsanierung

Der erste, der nächstes Jahr auf besagter Baustelle startet, ist Entsorgungsreferent Vizebürgermeister Wolfgang Germ: "Wir machen den Anfang mit der Kanalsanierung, da wir am tiefsten in die Erde müssen, erst dann folgen Stadtwerke und Co. Der Kanal ist an diesen Stellen sehr desolat, er ist 1930 gebaut worden. Alle Versorgungsträger haben gemeinsam den Fahrplan abgestimmt. Man kann immer besser werden, das ist auch wichtig für die Bürger."
Natürlich wisse Germ, dass gerade in der Innenstadt Baustellen mehr aufregen, als etwa irgendwo in der weitläufigeren Peripherie. "Man muss sich aber bewusst sein, dass das Kanalsystem in Klagenfurt teilweise über 100 Jahre alt ist. Wir müssen sukzessive dafür sorgen, dass wir die Haushalte für die Zukunft absichern."

Autor:

Verena Polzer aus Klagenfurt

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